Sprengstoff-Fund Freimann
Zehn Tonnen Sprengstoff in Freimann gefunden
Stand 27.03.17 - 11:24 Uhr
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Nachdem auf einem Privatgrundstück in Freimann rund zehn Tonnen Sprengmittel aus dem zweiten Weltkrieg gefunden wurden, muss der ursprüngliche Radius der Sperrzone nun erweitert werden. Die Anwohner dürfen nicht mehr in ihre Häuser.
© Bild: Presseamt München
Am 3. März wurden während Bauarbeiten am Zwergackerweg in Freimann rund zehn Tonnen Sprengmittel gefunden. Es handelt sich um Munition und Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Die gefundenen Stücke sind zum Teil korrodiert, aber zündbar und müssen daher entschärft werden.
Entschärfung dauert 40 Tage
Bis alle Teile entschärft sind, wird es Wochen dauern. Während der Räumungsarbeiten muss eine Sperrzone um die Fundstelle herum eingerichtet werden. Die Entschärfung hat am Montag, den 13. März begonnen und dauert bis voraussichtlich 9. Mai – rund 40 Werktage!
- Anzeige -Sperrzone wegen ausgelaufenr Chemikalien erweitert
Der Kampfmittelräumdienst entschärft die Sprengmittel montags bis freitags, außer an gesetzlichen Feiertagen, jeweils in der Zeit von 8 bis 16 Uhr. Die ursprüngliche Sperrzone von 50 Metern musste auf 100 Meter ausgeweitet werden, nachdem die Sprengmeister neben dem Sprengstoff auch noch auf ausgelaufene Chemikalien gestoßen sind.
Die Sperrung des betroffenen Bereichs gilt nun rund um die Uhr. Betroffen von den Maßnahmen sind rund 200 Anwohner in etwa 100 Häusern. Sie dürfen sich nun zunächst 10 Tage lang nicht mehr in ihren Häusern aufhalten.
Von der Sperrzone betroffene Adressen
Ackerlweg, HsNR.: 1, 3, 5, 7, 9
Zwergackerweg, HsNr.: 1, 1a, 2, 3,4, 6
Schlößlanger, HsNr.: 1, 3, 5, 6, 6a
Pinienweg, HsNr.: 10, 12, 15, 17
Arvenweg, HsNr.: 12
Rottannenweg, HsNr.: 14, 16, 21
Weißtannenweg, HsNr.: 14
Frietingerweg, HsNr.: 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17,
Sonnleitnerstraße, HsNr.:
1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19
Obere Hausbreite, HsNr.: 6, 6a, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19, 21, 23, 25, 27, 29, 31, 33, 35, 37, 39, 41, 43, 45, 47, 49, 51, 53, 55
Herman-Levi-Straße, HsNr.: 1
Auskunft für Betroffene
Betroffene erhalten Auskunft beim KVR per Mail unter ordnung.kvr@muenchen.de, außerdem ist unter der Nummer 23344644 ein Bürgertelefon eingerichtet (werktags, zu den üblichen Bürozeiten). Eine Anlaufstelle wird außerdem im Willi-Graf-Gymnasium eingerichtet.
Zur Unterbringung stellt die Stadt für den Zeitraum der Evakuierung Hotelzimmer bereit. Für die etwaige Unterbringung von Haustieren steht die Stadt mit dem Tierheim und dem Veterinäramt in Kontakt.
Es ist vorgesehen, während des Evakuierungszeitraums mehrere Zeitfenster zu öffnen, um den Bewohnern die Möglichkeit zu geben, sich mit dringend Benötigtem auszustatten oder notwendige Erledigungen vorzunehmen.
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