Tathergang von Unterföhring
Schießerei in Unterföhring: Was wir wissen
Stand 16.06.17 - 13:10 Uhr
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Es ist Dienstag Morgen, Berufsverkehr in der S8 - als Alexander B. drei Personen mit der Dienstwaffe eines Polizisten zum Teil schwerst verletzt. Was wir bisher wissen - und was nicht.
++ Update 16:55 Uhr ++
Alexander B. ist in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung gebracht worden. Zunächst wurde gegen ihn ein Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Jedoch wurde ein Unterbringungsbefehl wegen seines Zustandes erlassen.
Der Täter ist in den USA wohnhaft. Er hat wohl verschiedene Delikte mit strafrechtlichen Erscheinungen verbrochen.
Wie kam es zu der schrecklichen Tat?
Alexander B. ist 37 Jahre alt und in Bayern geboren. Er ist am Dienstag Morgen am Flughafen München und gerät dort mit einem Mann in Streit. Beide steigen in die S8 Richtung Innenstadt. Der Streit geht in der S-Bahn weiter, es kommt zu Handgreiflichkeiten zwischen den Beiden. Andere Fahrgäste fühlen sich unwohl und rufen die Polizei. Als die S8 gegen 8:22 Uhr in Unterföhring einfährt, wollen eine Polizistin und ein Polizist der Inspektion Ismaning die beiden in Empfang nehmen.
- Anzeige -Die Beamten holen die Zwei aus der S-Bahn und führen eine Routine-Kontrolle durch. Doch plötzlich eskaliert es: Alexander B. greift den 30-Jahre alten Polizeihauptmeister an und will ihn offenbar ins Gleisbett stoßen. Es kommt zu einem Kampf, bis der Beamte auf den Boden stürzt. Der Täter kommt an die Dienstwaffe des Hauptmeisters, schafft es die beiden Sicherungen zu lösen und beginnt zu schießen. Er trifft die 26-jährige Polizistin im Kopf. Sie kann noch einen Schuss abgeben, welcher Alexander B. am Gesäß trifft, bevor sie blutend zu Boden geht.
Er schießt, lässt die Waffe fallen und flieht
Alexander B. schießt mehrfach, bis das Magazin leer war. Er trifft noch zwei weitere unbeteiligte Personen, verletzt sie ebenfalls schwer. Er lässt die Waffe fallen und rennt die Treppen des Bahnhofs hinauf. Erst in der Nähe eines Allianz Bürogebäudes können ihn zwei Beamte der Bundespolizei stellen. Der Täter lässt sich widerstandslos festnehmen.
Es folgt ein Großeinsatz der Polizei – rund 200 Polizisten und das SEK rücken an. Der Bahnhof wird abgesperrt, es fahren keine S-Bahnen der S8. Viel ist über den Täter noch nicht bekannt. Er konnte noch nicht vernommen werden, da auch er operiert werden musste. Nur so viel: Er ist schon polizeibekannt, wegen einer kleinen Menge Cannabis im Jahr 2014. Damals gab er als Beruf Elektriker an – ob er immer noch den selben Beruf ausübt, oder welchen Wohnsitz er hat, muss noch geklärt werden.
Hast du Bilder vom Tathergang oder der unmittelbaren Umgebung?
Es gibt wohl 200 Augenzeugen, die in der einfahrenden S-Bahn saßen. Diese müssen jetzt alle befragt werden. Die Polizei München hat bereits einen Medien-Upload eingerichtet, bei dem Zeugen, die Fotos vom Ereignisort bzw. der unmittelbaren Umgebung des Geschehens gemacht haben, hochladen können. Vielen Dank für die Unterstützung!
Eine Chronologie der Ereignisse vom Dienstag, 13. Juni findest du hier.
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