Ab 2024
Ponyreiten künftig auf Volksfesten in München verboten
Stand 20.05.21 - 13:01 Uhr
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Nun ist es also offiziell: Das Ponyreiten wird es auf den Münchner Volksfesten ab 2024 nicht mehr geben. Die Hintergründe erklären wir dir hier.
Foto: Shutterstock
Das sind die Gründe für den Beschluss
Nach langen Diskussionen im Stadtrat nun endlich der Beschluss: Von 2024 an sind auf städtischen Flächen in München keine Manege-Ausritte für Kinder mehr gestattet. Was für die Tiere eine Erleichterung ist, macht den Betreibern den Garaus.
- Anzeige -Das Verbot hat nun eine Mehrheit aus Grünen, SPD und der Linken gegen die Stimmen von CSU, FDP und Freien Wählern beschlossen. Stadträtin Julia Post (Grüne) spricht sich klar für die Abschaffung von Ponyreiten aus. So beschreibt sie den Beschluss demnach als "praktizierten Tierschutz und Abschied von einem antiquierten Bild von Tieren als Konsumgüter". Im Zuge des stundenlangen, nicht artgerechten Laufens im Kreis würden die Tiere langfristig gesundheitliche Schäden entwickeln. "Pferde sind Fluchttiere. Sie leiden unter dem Lärm und dem Trubel auf dem Oktoberfest oder der Auer Dult", so Post.
- Anzeige -Kritik: Schausteller sind existenzgefährdet
Die Kritik kommt vor allem von einem Großteil der Koalition. So nähme das Verbot vom Ponyreiten den Schaustellern die Existenz. Für Kinder habe dieses auch verheerende Folgen. Diese können sich beim Ponyreiten auf den Festen zu günstigen Preisen ihren Traum erfüllen. Mit dem Verbot könnten sich manche Familien diesen Spaß nicht mehr leisten.
Und: Die Zahl der Schausteller, die Ponyreiten anbieten sinke in Deutschland ohnehin rapide. 2011 gab es auf dem Oktoberfest noch drei Reitbahnen, für 2021 hat sich laut Wirtschaftsreferat nur ein Betrieb beworben. Laut CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl soll es den Ponys besser gehen als 90 Prozent der Haustiere in den Münchner Wohnungen. Neun Monate im Jahr könnten diese nämlich "auf freier Weide verbringen".
- Anzeige -Zustimmung des Veterinäramts am Beschluss hält sich in Grenzen
Von Seiten des Veterinäramts ist die Kritik an den Reitbahnen auch relativ bescheiden. Laut diesem sind die Konsequenzen für die Tiere geringer, als man meinen würde. Die Ponys seien schließlich an Reisen gewöhnt. Im Hinblick auf den Tierschutz seien mittlerweile auch Verbesserungen erreicht worden. Beispielsweise befinden sich die Bahnen inzwischen an wesentlich ruhigeren Orten.
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