Nahverkehr
Münchner S-Bahn soll flexibler und pünktlicher werden
Stand 15.12.23 - 10:19 Uhr
Der S-Bahn-Verkehr soll in München wieder besser werden - das plant die Deutsche Bahn unter anderem mit flexiblen Abfahrtszeiten.
©Deutsche Bahn
Flexfahren und Countdown-Symbol
München (dpa/lby) – Die Münchner S-Bahn soll flexibler und damit pünktlicher werden. Wie die Deutsche Bahn am Donnerstag mitteilte, läuft seit dieser Woche ein bundesweit bislang einmaliges Pilotprojekt zum sogenannten Flexfahren auf der S-Bahn-Stammstrecke.
- Anzeige -Innerhalb eines zweiminütigen Zeitfensters können die Züge demnach flexibel abfahren. So sollen die beschränkten Kapazitäten der stark ausgelasteten Stammstrecke effizienter genutzt werden. Der Verkehr auf der Stammstrecke soll dadurch flüssiger und flexibler laufen, die S-Bahn insgesamt pünktlicher werden.
Bislang galt: Verspätete sich eine Bahn, mussten alle anderen dahinter warten. Nach dem neuen Prinzip dürfen die Züge zuerst fahren, die zuerst am Gleis sind – wenn gerade also ein Slot am Gleis frei ist, fährt eine S-Bahn früher. Die Deutsche Bahn hat dementsprechend die geplanten Abfahrtszeiten auch geändert, auf jeweils die frühestmögliche. Handelt es sich bei der nächsten Bahn um eine mögliche Flexfahrt, siehst du nun ein Countdownsymbol auf der Anzeige, statt der üblichen Minutenanzeige.
Flexible Abfahrt für mehr Pünktlichkeit
«Wir haben das Flexfahren vorher getestet und waren von den Ergebnissen überzeugt. Deswegen führen wir es nun bis auf Weiteres als neuen Standard ein und erhoffen uns davon einen positiven Effekt für pünktlichere Züge und ein stabileres S-Bahn-System», sagte S-Bahn-Chef Heiko Büttner. Das Ganze sei Teil einer Qualitätsinitiative mit dem Namen «Starke S-Bahn München – Programm 14plus».
Die Münchner S-Bahn stellt die Geduld vor allem von Pendlern immer wieder mit Verspätungen sowie geplanten oder ungeplanten Stammstreckensperrungen auf die Probe. Zuletzt war sie nach dem starken Schneefall in München tagelang nicht regulär gefahren.
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