Aktualisiert: 23.10.2020 - 11:50

Als die Polizei im Frühjahr die Einhaltung der Corona-Regeln kontrollierte, gingen ihr bayernweit 3.000 Maskenverweigerer ins Netz. Die landesweite Kontrolle soll nun wiederholt werden.

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Bayerns Polizei ist Corona-Sündern auf der Spur

(dpa/lby) - Angesichts der deutlich gestiegenen Corona-Infektionszahlen kontrolliert die bayerische Polizei am Freitag verstärkt die Einhaltung der Vorschriften.

Die Beamten sollen unter anderem prüfen, ob die je nach der Stufe der Corona-Ampel geltende Maskenpflicht und die Abstandsregeln eingehalten werden, teilte das Innenministerium im Vorfeld in München mit. Dabei soll es auch verstärkte Kontrollgänge auf U-Bahnhöfen geben.

Diese Bußgelder drohen bei Corona-Verstößen

Für Verstöße drohen Verwarnungen in Höhe von 55 Euro, bei Vorsatz auch Bußgelder in Höhe von 250 Euro oder mehr. Die Polizisten sind den Angaben nach beauftragt, Verstöße konsequent zu ahnden.

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Zweite bayernweite Schwerpunkt-Kontrolle zu Corona-Regeln

Es ist die zweite bayernweite Schwerpunkt-Kontrollaktion dieser Art. Die erste hatte im Frühjahr zur Zeit der Ausgangsbeschränkungen stattgefunden. Damals war die Polizei weitgehend zufrieden mit der Disziplin der Bevölkerung, musste aber auch 3.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht feststellen.

Inzwischen gehen Politiker und Ordnungshüter davon aus, dass die Bereitschaft zum Einhalten der Regeln vielerorts gesunken ist. Vor allem von privaten Feiern in Kellern, Partyräumen und Garagen befürchten Experten eine hohe Ansteckungsgefahr.

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Corona-Zahlen steigen in ganz Bayern weiter an 

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in den vergangenen zehn Tagen auch in Bayern stark gestiegen. Insgesamt lag der Freistaat am Donnerstag nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit im Schnitt bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 63,8 und damit deutlicher über der Warnstufe von 50.

In mehreren Regionen wurden sogar weit über 100 Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen festgestellt. Im Landkreis Berchtesgadener Land, wo die Verbreitung des Virus außer Kontrolle geraten war, wurde eine Inzidenz von 292 nachgewiesen.

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Warnstufe Dunkelrot ab Freitag 23. Oktober

In diesen Corona-Hotspots mit drastischen Zahlen gelten von Freitag an zusätzliche Beschränkungen. Die von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch angekündigte neue, dunkelrote Warnstufe sieht unter anderem vor, dass auf Veranstaltungen nur noch maximal 50 Teilnehmern zusammenkommen dürfen und bereits ab 21.00 Uhr eine Sperrstunde für Lokale gilt.