Verkehrs-Studie des Ifo-Instituts
Eine Anti-Stau-Gebühr für München?
Stand 14.09.20 - 11:52 Uhr
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Könnte eine Anti-Stau-Gebühr dazu beitragen, die Stauprobleme in der Innenstadt von München in den Griff zu bekommen? Eine aktuelle Verkehrs-Studie liefert eindeutige Hinweise.
Foto: Pixabay
Durch eine Einfahrgebühr in die Innenstadt könnten Autofahrer Nerven sparen
München zählt mittlerweile zu den staureichsten Städten Europas. Dabei rührt der Stau nicht nur vom fließenden, sondern auch vom ruhenden Verkehr, also dem Parkplatzsuchverkehr. Eine Studie des Ifo-Instituts hat nun untersucht, welche Effekte die Einführung einer Anti-Stau-Gebühr innerhalb des Mittleren Rings in München hätte.
- Anzeige -Denkbar wären sechs Euro am Tag pro Fahrzeug
Sechs Euro am Tag pro Fahrzeug könnten der Studie zufolge den Verkehr innerhalb des rund 28 Kilometer langen Mittleren Rings um durchschnittlich 23 Prozent senken – in Spitzenzeiten um 33 Prozent. Bei 10 Euro wären es sogar rund 30 beziehungsweise 41 Prozent. Die Forscher gehen davon aus, dass viele Personen wegen der Gebühr auf andere Verkehrsmittel umsteigen würden – insbesondere auf öffentliche.
- Anzeige -Auch möglich negative Auswirkungen wurden untersucht
Negative Auswirkungen auf Einzelhandel und Tourismus erwarten die Forscher nicht. Sie gehen, im Gegenteil, sogar von einer Steigerung der Attraktivität der Innenstadt aus, wenn mehr Menschen auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen.
Soziale Härten durch die Gebühr könnten den Autoren zufolge mit Hilfe der Einnahmen aus ihr abgefedert werden – beispielsweise durch Sozialtickets für öffentliche Verkehrsmittel. Zudem könne das Geld in den Ausbau des Netzes gesteckt werden.
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