Prozess in München
Drogendealer soll Münchner Polizisten Rabatt auf Kokain gegeben haben
Stand 04.03.20 - 11:06 Uhr
0
Acht Polizisten sollen beste Kontakte ins Münchner Drogenmillieu gepflegt haben - inklusive attraktiver Rabatt-Angebote.
In München sollen Polizisten beste Kontakte in die Drogen-Szene gepflegt haben. Ob es zu einem Prozess kommt, steht noch aus. Foto: Frank Leonhardt/dpa
Derzeit läuft der Gerichtsprozess gegen den Drogendealer
München (dpa) – Ein Drogendealer soll Münchner Polizisten mit günstigem Kokain versorgt haben. Es habe «einen speziellen Rabatt» für Polizeibeamte gegeben, sagte der Leiter der «Arbeitsgruppe Nachtleben» bei der Münchner Polizei am Dienstag vor dem Amtsgericht München. Der Dealer habe damit geprahlt, «Polizisten zu kennen, die ihn schützen».
- Anzeige -
Wir hatten bereits im Februar über den Fall berichtet.
Insgesamt acht Polizisten aus dem Zuständigkeitsbereich des Münchner Präsidiums stehen unter Verdacht, Verbindungen in die Drogenszene gehabt und selbst Rauschmittel gekauft zu haben. «Wenn Kollegen ins Spiel kommen, wird es immer unangenehm», sagte der Ermittler. «Aber ich bin bei Rauschgift mit einer Null-Toleranz gesegnet – auch bei Kollegen.»
Drogendealer bringt Ermittlungen gegen Münchner Polizisten ins Rollen
Ins Rollen kamen die Ermittlungen, die inzwischen das Landeskriminalamt (LKA) übernommen hat, nachdem ein gefasster Drogenhändler über Komplizen und Kunden ausgepackt hatte, darunter auch zwei Polizisten. Aus den Ermittlungen gegen die Beamten ergaben sich dann Verdachtsmomente gehen weitere Kollegen. Alle acht Polizeibeamte wurden vom Dienst suspendiert.
Der Drogenfahnder sagte am Dienstag in einem Prozess gegen einen mutmaßlichen Komplizen des geständigen Drogenhändlers aus, der ein gut betuchtes Klientel vor allem in einem exklusiven Privatclub mit Drogen versorgt haben soll. Die Ermittlungen gegen die verdächtigen Polizisten laufen nach Angaben von LKA und Staatsanwaltschaft noch. Ob und wann es da zu einer Anklage oder einem Prozess kommen wird, ist noch völlig unklar.
Mehr Beiträge und Themen
Trotz Insolvenz gibt es für 1860-Fans Hoffnung: Der Spielbetrieb läuft weiter - und auch das Löwen-Wappen ist zurück.
Neue Regeln im September 2026: Das ändert sich bei Steuer, Bahn, Warntag und Einkaufen.
Der Münchner Wohnungsmarkt ist für viele der Endgegner. Grund genug, endlich groß darauf aufmerksam zu machen, dachte sich unser Moderator Thommy Berglmeir.
Wende im Münchner Univiertel: Kioskbetreiber ziehen ihre Klagen zurück. Ab dem 4. September 2026 gilt ab 22 Uhr wieder ein striktes Bierverkaufsverbot.
Dekolleté-Eklat auf dem Oktoberfest: Auf Druck der Stadt München mussten die traditionellen Pappmaché-Figuren am Teufelsrad züchtig übermalt werden - aus Sorge vor einem Wiesn-Verbot
Waymo plant fahrerlose Taxis in München: Erste Testfahrten starten bald, der öffentliche Robotaxi-Dienst soll Ende 2027 folgen.
Freibier in der Bräurosl: Das Festzelt sorgt auf der Wiesn 2026 für das gewisse Extra.
Mondfinsternis über Bayern: Warum sich frühes Aufstehen diesmal lohnt
Im Tierpark Hellabrunn leben jetzt Kirk-Dikdiks. Die Mini-Antilopen sind am Isar-Eingang zu sehen.
Italien plant 75 Euro Strafe für Fußgänger mit Smartphone auf der Straße. Noch ist die Regel nicht beschlossen.
DESK
Neue Wirte, neue Fahrgeschäfte, neue Ideen: Auf der Wiesn 2026 tut sich einiges. Beim Presserundgang der Stadt München wurde schon vor dem Start klar: Dieses Jahr gibt’s auf dem Oktoberfest viel Vertrautes - aber auch einige spannende Neuerungen.
Heute wird es in Bayern laut: Anlass ist der bundesweite Warntag.
Pendlerinnen und Pendler in München müssen sich in der zweiten Septemberwoche auf deutliche Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr einstellen
Im Landkreis Augsburg startet ein Test: Essen und Medikamente kommen bald per Drohne.
Ein Mittelamerikanischer Tapir ist neu in Hellabrunn. Der seltene Bewohner lebt jetzt im Nashornhaus und wird dort aktuell an seine neue Umgebung gewöhnt.
Explosion in Augsburg: Zwei Verletzte, Bahnhof zeitweise gesperrt, Züge fahren inzwischen wieder.






