Ein guter Start in die finanzielle Zukunft
Konto, Karte, Taschengeld: Diese Finanzfragen bringt der Schulstart
Stand 21.08.26 - 15:33 Uhr
- Anzeige -
Der Schulstart markiert jedes Jahr einen neuen Entwicklungsschritt Ihres Kindes. Neben neuen Unterrichtsfächern und größerer Selbstständigkeit entstehen auch neue finanzielle Fragen.
© Bild: KI
Der Schulstart ist jedes Jahr ein besonderer Moment. Ihr Kind wächst, wird selbstständiger und übernimmt Schritt für Schritt mehr Verantwortung. Vielleicht steht die Einschulung bevor, vielleicht wechselt Ihr Kind auf die weiterführende Schule oder startet einfach in eine neue Klassenstufe.
Mit den neuen Erfahrungen kommen oft auch neue Fragen rund ums Geld auf: Wie viel Taschengeld ist angemessen? Sind weitere Zahlungsmöglichkeiten wie Girocard, Kreditkarte, Apple Pay etc. bereits sinnvoll? Und braucht Ihr Kind vielleicht sogar schon ein eigenes Konto?
Der Beginn des Schuljahres ist ein guter Anlass, diese Themen gemeinsam als Familie zu betrachten und die finanzielle Selbstständigkeit Ihres Kindes altersgerecht zu fördern.
Der Schulstart als jährlicher Finanz-Check
Nicht nur große Meilensteine wie die Einschulung oder der Wechsel auf die weiterführende Schule bringen Veränderungen mit sich. Mit jedem Schuljahr erweitert sich der Alltag Ihres Kindes ein Stück mehr.
Ab einem gewissen Alter legt Ihr Kind den Schulweg allein zurück, kauft sich in der Pause etwas zu essen oder verwaltet erste eigene Ausgaben in der Freizeit. Gerade beim Wechsel in die fünfte Klasse werden viele Kinder deutlich unabhängiger und treffen häufiger eigene Entscheidungen im Alltag.
Deshalb lohnt es sich, zum Schuljahresbeginn zu prüfen:
- Passt das bisherige Taschengeld noch zur Lebenssituation Ihres Kindes?
- Übernimmt Ihr Kind bereits kleinere finanzielle Entscheidungen?
- Sind weitere Zahlungsmöglichkeiten (Girocard, Kreditkarte, mobiles Bezahlen, etc.) im Alltag sinnvoll?
- Könnte ein eigenes Konto den nächsten Entwicklungsschritt unterstützen?
Wenn Eltern diese Fragen regelmäßig besprechen, schaffen Sie für ihr Kind eine gute Grundlage für einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld.
© Bild: iStock/mixetto
Wie viel Taschengeld ist eigentlich angemessen?
Viele Eltern fragen sich, wie hoch das Taschengeld sein sollte. Eine allgemeingültige Antwort gibt es zwar nicht, dennoch können Orientierungswerte helfen.
Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) empfiehlt beispielsweise folgende Richtwerte:
- 6 bis 9 Jahre: etwa 2 bis 4 Euro pro Woche
- 10 bis 11 Jahre: etwa 15 bis 25 Euro pro Monat
- 12 bis 13 Jahre: etwa 20 bis 30 Euro pro Monat
- 14 bis 15 Jahre: etwa 25 bis 45 Euro pro Monat
Wichtiger als die genaue Höhe ist jedoch die Regelmäßigkeit. Kinder lernen den Umgang mit Geld vor allem durch eigene Erfahrungen. Während bei jüngeren Kindern eine wöchentliche Auszahlung sinnvoll sein kann, empfiehlt sich bei älteren Kindern häufig ein monatlicher Rhythmus. So lernen sie früh, ihr Budget über mehrere Wochen hinweg einzuteilen und größere Ausgaben zu planen.
Bargeld, Karte oder eigenes Konto: Was passt zu welchem Alter?
Mit zunehmendem Alter verändert sich nicht nur die Höhe des Taschengelds, sondern auch die Art, wie Kinder damit umgehen. Während für jüngere Kinder oft noch Bargeld im Mittelpunkt steht, wünschen sich viele ältere Kinder und Jugendliche mehr Eigenständigkeit im Alltag. Dann stellt sich für viele Familien die Frage: Reicht Bargeld noch aus oder sind eine Karte und ein eigenes Konto der nächste sinnvolle Schritt?
Ab wann ist ein eigenes Kinderkonto sinnvoll?
Ob ein eigenes Konto sinnvoll ist, hängt nicht nur vom Alter, sondern auch vom Alltag Ihres Kindes ab. Sobald Kinder regelmäßiger eigene Ausgaben tätigen, selbstständig unterwegs sind oder ihr Taschengeld eigenverantwortlich verwalten möchten, kann ein eigenes Konto eine gute Unterstützung sein. Es hilft dabei, Einnahmen und Ausgaben nachvollziehbar zu machen und erste Erfahrungen mit modernen Zahlungsmöglichkeiten zu sammeln.
Ein weiterer Vorteil: Kinder lernen früh, ihr verfügbares Guthaben im Blick zu behalten. Da eine Überziehung in der Regel nicht möglich ist, können sie nur das ausgeben, was tatsächlich auf dem Konto vorhanden ist. Auch eine Karte kann im Alltag praktisch sein. Ob in der Mensa, beim Schulkiosk oder unterwegs mit Freunden: Kartenzahlungen werden zunehmend selbstverständlich. Gleichzeitig kann eine Karte mehr Sicherheit bieten als Bargeld, da sie bei Verlust gesperrt werden kann.
Worauf Eltern bei einem Kinderkonto achten sollten
Wenn Sie ein Konto für Ihr Kind auswählen, sollten Sie einige wichtige Kriterien beachten:
- keine Kontoführungsgebühren
- keine Möglichkeit zur Kontoüberziehung
- altersgerechte Kartenangebote, die nur mit Zustimmung der Eltern freigeschaltet werden können
- transparente Nutzung für Eltern und Kinder
- moderne Bezahlmöglichkeiten, die zum Familienalltag passen
Die Sparda-Bank München bietet hierfür beispielsweise das kostenlose Kinderkonto Sparda Young für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die Kontoführung ist kostenlos, eine Überziehung ausgeschlossen und ihr Kind kann bereits ab sieben Jahren eine girocard Debit Mastercard nutzen. Für Jugendliche ab zwölf Jahren steht optional eine Prepaid-Karte (Mastercard Basic) zur Verfügung. Aktuell erhalten Sie bei einer Kontoeröffnung in der Filiale außerdem ein Startguthaben von 100 Euro. Das Taschengeld für die nächsten Monate ist damit direkt gesichert.
So begleiten Sie Ihr Kind in die finanzielle Selbstständigkeit
Der Umgang mit Geld will gelernt sein. Dabei müssen Kinder nicht sofort alles allein entscheiden. Oft bewährt sich ein schrittweiser Einstieg.
Diese Punkte können dabei helfen:
- Sprechen Sie regelmäßig über Geld und Ausgaben.
- Legen Sie gemeinsam Regeln für Taschengeld fest.
- Ermutigen Sie Ihr Kind, auf größere Wünsche zu sparen.
- Besprechen Sie den Unterschied zwischen Bedürfnissen und spontanen Wünschen.
- Führen Sie neue Zahlungsmöglichkeiten Schritt für Schritt ein.
- Richten Sie ein Konto möglichst rechtzeitig vor dem Schulstart ein, damit ausreichend Zeit zum Kennenlernen bleibt.
- Planen Sie langfristig: Gibt es bei der Bank auch nach Erreichen der Volljährigkeit attraktive Kontomodelle, die zum Alltag Ihres Kindes passen?
Tipp: Kinder lernen den Umgang mit Geld am besten durch eigene Erfahrungen. Kleine Fehlentscheidungen gehören dazu. Wer sein Taschengeld einmal zu schnell ausgibt, lernt oft mehr daraus als durch jede theoretische Erklärung.
Ein guter Start in die finanzielle Zukunft
Der Schulstart markiert jedes Jahr einen neuen Entwicklungsschritt Ihres Kindes. Neben neuen Unterrichtsfächern und größerer Selbstständigkeit entstehen auch neue finanzielle Fragen.
Mit einem altersgerechten Taschengeld, klaren Vereinbarungen und einem eigenen Kinderkonto lernen Kinder Schritt für Schritt, Verantwortung zu übernehmen. So entwickeln sie früh ein Verständnis für den Umgang mit Geld und gewinnen mit jedem Schuljahr ein Stück mehr Selbstständigkeit.
Mehr Beiträge und Themen
Krank nach der Wiesn? Die LMU erforscht die Wiesngrippe. So helft ihr mit und schützt euch vor Infekten.
Uli Hoeneß darf seine zwei Linden behalten. Doch der Nachbarstreit ist möglicherweise noch nicht vorbei.
Zwei Kellnerinnen handeln bei einem Notfall auf der Wiesn sofort - und helfen, einen 78-Jährigen wiederzubeleben.
München führt bei der Olympia-Bewerbung. Am 26. September fällt die Entscheidung des DOSB.
The Kolors bringen Italo-Pop und große Gefühle nach München - jetzt Tickets sichern!
Neue Wirte, neue Fahrgeschäfte, neue Ideen: Auf der Wiesn 2026 tut sich einiges. Beim Presserundgang der Stadt München wurde schon vor dem Start klar: Dieses Jahr gibt’s auf dem Oktoberfest viel Vertrautes - aber auch einige spannende Neuerungen.
Heute wird es in Bayern laut: Anlass ist der bundesweite Warntag.
Pendlerinnen und Pendler in München müssen sich in der zweiten Septemberwoche auf deutliche Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr einstellen
Im Landkreis Augsburg startet ein Test: Essen und Medikamente kommen bald per Drohne.
DESK
Historischer Rekord auf dem Oktoberfest 2026: 7,4 Millionen Gäste feierten auf einer friedlichen Wiesn. Alle Infos, Zahlen & kuriose Fundstücke im Überblick!
Ayana auf dem Cover, zwölf Tierbilder im Kalender: Hier bekommt ihr den Hellabrunn-Kalender 2027 für zehn Euro.
Was bringt der Oktober 2026? Wir zeigen euch, was sich beim Tanken, im Alltag, bei digitalen Behördengängen und an Bahnhöfen ändert.
Die Wiesn ist zur Hälfte rum - die Stadt zieht Bilanz
München geht für Deutschland ins Olympia-Rennen. Nun richtet sich der Blick auf die internationale Vergabe.
Der Bundestag stimmt für den Tankrabatt. Was ab Oktober für Benzin und Diesel geplant ist.
VW und Audi rufen fast eine Million Autos zurück. Prüft, ob euer Wagen wegen der Lenkung in die Werkstatt muss.









