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Folgen des Krieges

Handel erwartet bei Lebensmitteln kräftige Preiserhöhungen

Aktualisiert 01.04.2022 - 10:19 Uhr

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In den Supermärkten müssen die deutschen Kunden bald noch tiefer in die Tasche greifen. Die Handelsbranche sagt einen weiteren Preisanstieg voraus.

Handel erwartet bei Lebensmitteln kräftige Preiserhöhungen

Die Lebensmittelpreise in Deutschland dürften weiter steigen.

So stark werden die Preise steigen

Die Lebensmittelpreise in Deutschland dürften nach Einschätzung der Handelsbranche weiter deutlich zulegen.
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Schon vor Ausbruch des Ukraine-Krieges seien die Preise «über die Produktpalette hinweg» um gut fünf Prozent gestiegen, sagte Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Dies sei Folge der gestiegenen Energiekosten gewesen. «Die zweite Welle an Preissteigerungen kommt, und die wird sicherlich zweistellig», sagte Sanktjohanser.

Erste Handelsketten hätten schon damit begonnen, Preise anzuheben. «Wir werden das zeitnah überall in den Supermärkten an den Preisschildern sehen können.» Es werde «erst einmal keine anhaltende Abwärtsbewegung mehr bei den Preisen geben», so Sanktjohanser. Kürzlich hatten bereits Handelsketten wie Aldi, Edeka und Globus Preiserhöhungen angekündigt.
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Lebensmittel sind auf absehbare Zeit gesichert

Bauernpräsident Joachim Rukwied sagte, die Versorgung mit Lebensmitteln sei absehbar für ein Jahr gesichert. «Aber über diesen Zeithorizont hinaus ist es schwierig mit einer Prognose.»

Die Spitzenverbände von Handel und Agrarbranche tauschen sich auf Ebene der Zentrale Koordination Handel – Landwirtschaft (ZKHL) über Folgen des Ukraine-Krieges aus. ZKHL-Geschäftsführer Hermann-Josef Nienhoff sagte, die aktuelle Welle der Preissteigerungen sei bei den Verbrauchern noch nicht angekommen. Die ZKHL war nach anhaltenden Protesten aus der Landwirtschaft gegen die Preispolitik der Handelskonzerne ins Leben gerufen worden.

Aldi kündigt bereits Preissteigerungen an

Aldi werde ab Montag schon die Preise einiger Produkte nach oben hin anpassen. Wegen steigender Energiekosten werden Fleisch, Wurst und Butter deutlich teurer, wie ein Sprecher des Unternehmens sagte.

Mit Material der dpa

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