Suche nach dem Motiv
Explosive Post: Verdächtiger Rentner in U-Haft schweigt
Stand 22.02.21 - 16:03 Uhr
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Erst ein Getränkehersteller, dann Lidl, dann Babynahrungshersteller Hipp: Drei Firmen werden Zielscheiben von Attacken mit explosiven Postsendungen. Jetzt sitzt ein 66-Jähriger in U-Haft - er soll der Absender sein.
Im Lidl Verwaltungsgebäude in Neckarsulm war 17.Februar eine Briefbombe explodiert. Foto: Christoph Schmidt/dpa
Detonierte Postsendungen bei Lebensmittelherstellern
Ulm/Heidelberg (dpa) – Nach seiner Festnahme schweigt der verdächtige Rentner, der für mehrere explosive Postsendungen an süddeutsche Lebensmittelunternehmen verantwortlich sein soll.
- Anzeige -Bei seiner Festnahme am Freitagabend im Raum Ulm habe der Mann laut Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft Heidelberg keinen Widerstand geleistet.
Was ist das Motiv des Rentners?
«Ein Tatmotiv ist weiterhin unklar», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Heidelberg. «Weder gibt es bisher ein Erpresserschreiben noch Hinweise auf politische Aktivitäten des Rentners», fügte der Sprecher der Staatsanwaltschaft hinzu.
Polizeilich sei der 66 Jahre alte Mann bisher nicht in Erscheinung getreten. Derzeit befindet sich der Rentner in Untersuchungshaft.
- Anzeige -Drei Pakete mit Sprengstoff verschickt
Die Serie hatte am vergangenen Dienstag in der Warenannahme eines Getränkeherstellers in Eppelheim begonnen. Dort wurde ein Mann durch eine Verpuffung verletzt, als er ein Paket annahm.
Am Mittwoch kam es beim Öffnen eines Briefes in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm zu einer Explosion mit drei Verletzten.
Ein drittes verdächtiges Paket, das an den Babynahrungshersteller Hipp adressiert war, wurde in der Nacht zu Donnerstag in einem Paktverteilzentrum beim Flughafen München abgefangen und entschärft. Alle Sendungen trugen fiktive Absender.
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