US-Wahlkampf
Spaß-Bewertungen für McDonald’s-Filiale nach Trump-Aktion
Stand 23.10.24 - 10:02 Uhr
Für die McDonald's-Filiale, in der Donald Trump im Wahlkampf kurz Pommes frittierte, hagelt es Ein-Stern-Bewertungen. Spaßvögel klagen über Selbstbräuner auf den Fritten.
©Evan Vucci/AP/dpa
Trump als Pommes-Verkäufer
Feasterville (dpa) – Der Wahlkampf-Auftritt von Präsidentschaftskandidat Donald Trump als Pommes-Verkäufer hat unerwartete Folgen für eine McDonald’s-Filiale im US-Bundesstaat Pennsylvania. Die Bewertungsplattform Yelp sperrte das Profil des von einem Franchisenehmer betriebenen Geschäfts für weitere Kommentare, nachdem es mit Spaßbewertungen überschwemmt worden war.
- Anzeige -«Der Kundenservice war ein Witz», hieß es etwa in einer Bewertung. «Seniler alter Mann schmierte Selbstbräuner auf meine Fritten und trug keine Handschuhe.» Ein anderer Nutzer behauptete, der Mann am Ausgabefenster habe das Wechselgeld einbehalten und behauptet, er habe es zurückgegeben. Von den 104 Bewertungen der Filiale hatten 76 nur einen von fünf möglichen Sternen.
Yelp verwies darauf, dass der Standort zuletzt verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit bekommen habe – und eine Folge oft sei, dass Nutzer die Nachrichten kommentierten.
«Das Härteste, was er in seinem Leben gearbeitet hat»
Trump trug bei der Aktion eine Schürze über Hemd und Krawatte. Nachdem ihm die Bedienung der Fritteuse erklärt wurde, gab er Bestellungen am Autofenster aus. Für die Aktion wurde die Filiale geschlossen und Trumps Kundschaft vorab ausgewählt.
McDonald’s betonte, man nehme in Wahlkämpfen generell keine Position ein – und habe die Aktion auf Anfrage des Trump-Teams genehmigt, weil «unsere Türen für alle offenstehen». Die weltgrößte Fast-Food-Kette war bereits davor in den Wahlkampf hineingezogen worden. Trumps demokratische Gegenkandidatin Kamala Harris hatte nach eigenen Angaben in jungen Jahren zeitweise in einem McDonald’s gearbeitet – was Republikaner anzweifeln.
Tim Walz, der demokratische Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten, nutzte die Aktion, um Trump ins Lächerliche zu ziehen. «Ich garantiere, die fünf Minuten, die der Typ neben der Fritteuse stand, waren das Härteste, was er in seinem Leben gearbeitet hat», sagte Walz bei einem Auftritt im umkämpften Bundesstaat Wisconsin. Überhaupt habe Trump bei McDonald’s den falschen Job übernommen: «Er sieht viel mehr wie Ronald McDonald aus, der Clown, der er eigentlich ist.»
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