Harrys Memoiren
Kokain, Zoff, wilde Sex-Eskapaden: Prinz Harry attackiert britische Monarchie
Stand 10.01.23 - 10:21 Uhr
Sex, Drogen, Blut und Drama: In seiner Autobiografie lässt Prinz Harry kaum ein Skandalthema aus. Und lässt dabei kein gutes Haar an Großbritanniens Monarchie.
Die Autobiografie des britischen Prinzen Harry hat alles: Sex, Drogen, Gewalt – und viele Vorwürfe.
Harrys Memoiren enthüllen königliche Krisen
Schon Tage vor dem offiziellen Erscheinen von Harrys Memoiren sorgten die explosiven Schilderungen des abtrünnigen Prinzen schon für jede Menge Aufregung. Royal-Experte Michael Cole nannte sie am Samstag dem Sender Sky News gegenüber die «sensationellsten und zerstörerischsten royalen Enthüllungen» seit fast 30 Jahren.
Direkt aus dem dpa-Newskanal
- Anzeige -Prinz-Charles-Biograf Jonathan Dimbleby vergleicht sie im britischen BBC-Sender Radio 4 mit Bekenntnissen eines «B-Promis». Die Autobiografie «Spare» war am Donnerstag versehentlich frühzeitig in den spanischen Buchhandel gekommen. Seither kommen Details an die Öffentlichkeit, die es in sich haben – ein Überblick.
Die Trauzeugen-Show
Prinz Harry wirft seinem Bruder Prinz William Berichten zufolge vor, in Wahrheit nicht Trauzeuge bei dessen Hochzeit mit Kate 2011 gewesen zu sein. Er sei gezwungen worden, bei der «unverschämten Lüge» mitzuspielen und habe nur für die große Show herhalten sollen, um den beiden besten Freunden seines Bruders öffentliches Interesse an ihrer Person zu ersparen, zitiert der «Mirror» Harry. Die traditionelle Trauzeugen-Rede beim Hochzeitsempfang hätten aber Williams Freunde James Meade und Thomas van Straubenzee gehalten. Nur Stunden vor seiner Hochzeit soll Prinz William Harrys Aussagen zufolge zudem «beschwipst» gewesen sein und nach Alkohol gerochen haben.
Die Eskalation mit William
Ein böses Wort zu viel, ein Stoß von William – und Prinz Harry liegt am Boden, verletzt von Scherben eines zerbrochenen Hundenapfs. So zumindest schildert der 38-Jährige den wohl heftigsten bislang bekannten Streit zwischen ihm und seinem Bruder. «Es ging alles so schnell. Sehr schnell. Er packte mich am Kragen, zerriss meine Kette und warf mich zu Boden», zitiert der «Guardian» Harrys Schilderungen über den Streit vor mehr als drei Jahren. Prinz William (40) soll Harrys Frau Meghan nach dessen Darstellung zuvor als «schwierig» und «unhöflich» beschrieben haben, woraufhin Harry seinem Bruder vorwarf, das Narrativ der britischen Boulevardpresse übernommen zu haben.- Anzeige -
Harry als «Reserve», William als «Erzfeind»
Die Rivalität mit dem großen Bruder klingt bereits im Titel des Buchs an: «Spare» (zu Deutsch: «Reserve»). So soll sein Vater über ihn nach seiner Geburt gesprochen haben, behauptet Harry den Berichten zufolge. Die einst als unzertrennlich geltenden Brüder, die sich gegenseitig liebevoll «Willy» und «Harold» nannten, stehen sich demnach schon lange in einem bitteren Wettbewerb gegenüber. Harry bezeichnet William in dem Buch als «geliebten Bruder», aber auch als «Erzfeind».
Der Streit um den Bart
Vor der Hochzeit von Harry und Meghan sollen die beiden Brüder sogar über Harrys Gesichtsbehaarung gestritten haben. «Irgendwann befahl er mir doch tatsächlich – als Thronfolger, der sich an die Reserve wendet – mich zu rasieren», schreibt Prinz Harry einem Bericht des «Mirror» zufolge über seinen Bruder. Dabei habe ihm angeblich sogar die Queen ihren Segen gegeben, mit Bart zu heiraten. William sei es darum gegangen, dass Harry nicht etwas genießen sollte, das ihm selbst verwehrt gewesen war, behauptet der Prinz demnach in «Spare».
Die Furcht vor der «bösen Schwiegermutter» Camilla
Camilla sei ihm als «andere Frau» seines Vaters schon früh ein Begriff gewesen, schreibt Harry. Nach dem Tod seiner Mutter habe er befürchtet, sie könnte sich als «böse Stiefmutter» entpuppen, heißt es in den Medienberichten. Weil sie Charles glücklich machte, habe er sie in der Familie willkommen geheißen. Doch das angebliche Flehen der Brüder, ihr Vater möge nicht noch einmal heiraten, blieb ungehört: Charles und Camilla heirateten 2005. Inzwischen ist sie Königsgemahlin. Harry wirft ihr wie auch anderen Royals vor, unter der Hand Informationen an die Presse gegeben zu haben.- Anzeige -
Die Sorgen des Königs
Bei einem Treffen nach der Beerdigung von Prinz Philip im Jahr 2021 soll König Charles III. (74) – damals noch Thronfolger – seine Söhne gebeten haben: «Bitte Jungs. Macht meine letzten Jahre nicht zu einem Elend», erinnert sich Harry dem «Guardian» zufolge.
Charles‘ Eifersucht auf die Schwiegertöchter
Prinz Harry wirft Charles Berichten zufolge vor, eifersüchtig auf seine Frau Meghan gewesen zu sein. Sein Vater soll befürchtet haben, die «neue und strahlende» Schauspielerin könne ihm das Rampenlicht stehlen. Sein Vater habe das «schon einmal erlebt und hatte kein Interesse daran, dass ihm das noch einmal passiert», schreibt Harry demnach in Anspielung auf die Beliebtheit seiner verstorbenen Mutter Prinzessin Diana. Auch auf die öffentliche Aufmerksamkeit an William und Kate soll Charles eifersüchtig sein.
Die Geister der Vergangenheit
Die tragischen Umstände des Tods seiner Mutter Diana, die im Jahr 1997 auf der Flucht vor Paparazzi in Paris verunglückte, beschäftigen Harry bis heute. Dem offiziellen Ermittlungsergebnis glaubt er nicht. Er wirft dem Königshaus vor, William und ihm nicht erlaubt zu haben, öffentlich eine Wiedereröffnung der Ermittlungen zu verlangen. Seinem Vater bescheinigt er Gefühlskälte. Der habe ihn nicht einmal in den Arm genommen, als er ihm die erschütternde Nachricht vom Unfall der geliebten Mutter überbrachte, klagt Harry laut der «Sun». Dem «People»-Magazin zufolge soll der Prinz nach eigenen Schilderungen mit der gleichen Geschwindigkeit wie Diana kurz vor ihrem Tod durch den Unglückstunnel in Paris gerast sein – ein Versuch im Alter von 23 Jahren, den herben Verlust seiner Mutter zu verarbeiten.- Anzeige -
Sex, Drogen und Jugendsünden
Harry gesteht außerdem, mit 17 Jahren Kokain genommen zu haben, um sich «anders zu fühlen». Später kamen Erfahrungen mit Pilzen dazu. Seinen ersten Sex will er als Teenager mit einer deutlich älteren Frau auf einem Feld hinter einem Pub gehabt haben, die ihn «wie einen jungen Zuchthengst» behandelt habe. Es sei eine «demütigende Episode» gewesen, resümiert Harry. Den größten Fehltritt seiner jüngeren Jahre lastet Harry aber teilweise auch William und dessen Frau Kate (40) an. Die sollen ihn 2005 ermutigt haben, ein Verkleidungsfest im Nazi-Kostüm zu besuchen – Fotos von Harry mit Hakenkreuz-Armbinde machten bald die Runde in der Presse und lösten einen Skandal aus. Harry musste öffentlich Abbitte leisten.
Blutige Bilanz
Keine Reue empfindet er hingegen dafür, während seines Militärdiensts als Hubschrauberpilot in Afghanistan 25 Talibankämpfer getötet zu haben. «Es war nichts, was mich mit Genugtuung erfüllt hat, aber ich hab mich auch nicht geschämt», schreibt Harry dem Sender Sky News zufolge. Ein hochrangiges Taliban-Mitglied warf Harry daraufhin Kriegsverbrechen vor. «Die von Ihnen Getöteten waren keine Schachfiguren, sie waren Menschen; sie hatten Familien, die auf ihre Rückkehr warteten», schrieb Anas Hakkani am Freitag auf Twitter.
Ein Militärveteran sagte dem Sender Sky News, Harrys Kommentare würden einerseits weiteren Hass auf ihn schüren und andererseits ein falsches Bild der britischen Militärausbildung zeichnen. Es sei keineswegs der Fall, dass britischen Soldaten beigebracht werde, ihre Gegner als weniger menschlich oder als «Schachfiguren» anzusehen.
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Am Starnberger See fallen wegen Niedrigwasser vier Haltestellen aus. Fahrgäste müssen ihre Touren neu planen.
Bayern steht ein sehr heißer Dienstag bevor. Danach steigt das Risiko für Gewitter und Waldbrände.
34-Jähriger stirbt nach Festnahme in München. LKA und Staatsanwaltschaft ermitteln.
Im Englischen Garten half die Feuerwehr München einem Mann mit schwerer Atemnot nach einem Insektenstich.
In Münchens Freibädern wartet in den Sommerferien ein kostenloses Mitmachprogramm auf Kinder und Jugendliche.
Wegen vieler Baustellen ändern sich in München ab 3. August zahlreiche Bus- und Tramlinien.
Wiesn 2026: KI-Kameras, neue Wege und mehr Kontrolle sollen Überfüllung verhindern.
Im August 2026 starten neue Regeln für Familien, Bahnkunden, KI, Solaranlagen und Verpackungen.
Freie Fahrt, freie Schifffahrt, freier Bergspaß: Bayern belohnt Einser
Die Stadt München verlängert ihre Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Wassernutzung nicht. Auch die Wasser-Sparanordnung der Stadtwerke München läuft aus. Entspannung gibt es aber nur teilweise - denn die Lage beim Grundwasser bleibt weiter angespannt.
DESK
Netflix sucht bis zu 4.000 Komparsen für einen neuen Oktoberfest-Film in München.
München bewirbt sich um das Champions-League-Finale 2028 in der Allianz Arena. Die UEFA entscheidet im September.
Bayern gewinnt in Heidenheim. Doch nach dem Spiel dreht sich alles um Jamal Musiala.
Polizeischuss in Schwabing: Ein 14-Jähriger mit Softair-Waffe wurde schwer verletzt. Das LKA ermittelt.
Neue Details zum Dreamliner-Zwischenfall in München zeigen, wie ernst die Lage am Flughafen wirklich war.
100 Tage im Amt: Krause setzt erste Akzente, doch Wohnen, Verkehr und Geldsorgen drücken weiter.
Urteil in München: Nach dem Auto-Anschlag auf eine Verdi-Demo erhält der Täter die Höchststrafe.












