ÖPNV in Deutschland
«Keine leere Drohung»: Wird das 49-Euro-Ticket schon wieder abgeschafft?
Stand 12.10.23 - 10:32 Uhr
Wer bezahlt das? Bund und Länder teilen sich bislang die Kosten für das 49-Euro-Ticket. Umstritten sind aber mögliche Mehrkosten des Tickets, die im Jahr 2024 auf 1,1 Milliarden geschätzt werden.
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Bernreiter: Auslaufen des 49-Euro-Tickets keine leere Drohung
München (dpa) – Im Ringen um die Finanzierung des 49-Euro-Tickets hofft der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) auf Verhandlungen der Ministerpräsidenten mit Kanzler Olaf Scholz (SPD). Nachdem es am Mittwoch in Köln Gespräche der Länderverkehrsminister mit Bundesverkehrsminister Volker Wissing gegeben habe, werde man sich an die Ministerpräsidentenkonferenz wenden, sagte er am Donnerstag. Nur sie könne das Problem lösen. «Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.»
Ist Ende 2023 Schluss mit dem 49-Euro-Ticket?
Gleichzeitig betonte Bernreiter, dass die Möglichkeit eines Endes des 49-Euro-Tickets keine «leere Drohung» sei. «Die Kommunen sagen, wenn es die Zusage nicht gibt, dann lassen wir das auslaufen – weil sie das Risiko nicht eingehen.» Für das laufende Jahr reiche das Geld, aber für 2024 und die folgenden nicht. Ein Ende des Tickets wäre «jammerschade», sagte Bernreiter. Es wäre fatal, wenn all die Arbeit, die man in das Ticket gesteckt habe «für die Katz» gewesen wäre.
Beim Gespräch mit Wissing am Mittwochabend habe man «sehr hart gerungen, es hat sehr lange gedauert», sagte Bernreiter.
Bund und Länder ringen derzeit um die Finanzierung des 49-Euro-Ticket. Bislang teilen sie sich die Kosten, für die Mehrkosten ist dies allerdings umstritten. Die Länder wollen auch hier die Hälfte zahlen.
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