Eltern, bitte sprecht mit euren Kids
Gefährlicher Trend bei Jugendlichen? Erneut schwerer Strom-Unfall auf Bahnwaggon
Stand 15.07.24 - 13:59 Uhr
Ist es Zufall oder steckt ein Social Media Trend dahinter? Bereits zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen ist ein Mensch in Bayern bei einer Kletteraktion auf einem Zugwaggon durch einen Stromschlag schwer verletzt worden.
©Symbolbild | shutterstock
Jugendlicher klettert auf Waggon und erleidet Stromschlag
Ein 15-Jähriger kam in der Nacht zu Sonntag am Bahnhof in Feldkirchen bei München mutmaßlich mit einer Oberleitung in Berührung. Er erlitt einen Stromschlag und stürzte rund fünf Meter in die Tiefe. Nach Angaben der Bundespolizei erlitt er Verbrennungen auf 40 Prozent seines Körpers. Sein Zustand galt am Sonntag als lebensgefährlich, aber stabil.
- Anzeige -Nach ersten Erkenntnissen war der Jugendliche mit zwei Freundinnen im Alter von 14 und 15 Jahren auf dem Heimweg von einem Fest in Poing. Er sei am Bahnhof auf den abgestellten Waggon geklettert. Die Bundespolizei geht von einer «alkoholbedingten Aktion» aus. Seine Begleiterinnen erlitten demnach einen Schock.
Bereits der dritte Vorfall innerhalb kurzer Zeit
In den vergangenen zwei Wochen gab es im Freistaat bereits zwei ähnliche Fälle. Ein 19-Jähriger war am 7. Juni in München mit einem weiteren 19-Jährigen auf einen abgestellten Waggon geklettert und hatte einen Stromschlag erlitten. Wenige Tage nach dem schweren Unfall erlag er laut Polizei seinen schweren Brandverletzungen.
Im oberbayerischen Wolfratshausen war ein 14-Jähriger am 4. Juni mit zwei 16 Jahre alten Begleitern auf einen Waggon geklettert. Er erlitt einen Stromschlag und stürzte rund fünf Meter in die Tiefe. Mit lebensgefährlichen Verletzungen kam er in eine Klinik.
Bundespolizei: «Geschehnisse aus der Situation heraus»
Die Bundespolizei geht nach ersten Erkenntnissen bei allen drei Fällen davon aus, dass es sich um «Geschehnisse aus der Situation heraus» handelt – und warnte erneut vor Gefahren im Gleisbereich. Von der 15.000 Volt führenden Oberleitung könne auch ohne direkten Kontakt ein Lichtbogen überspringen. Sowohl im Gleisbereich als auch auf den Waggons bestehe Lebensgefahr.
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Wende im Münchner Univiertel: Kioskbetreiber ziehen ihre Klagen zurück. Ab dem 4. September 2026 gilt ab 22 Uhr wieder ein striktes Bierverkaufsverbot.
Dekolleté-Eklat auf dem Oktoberfest: Auf Druck der Stadt München mussten die traditionellen Pappmaché-Figuren am Teufelsrad züchtig übermalt werden - aus Sorge vor einem Wiesn-Verbot
Waymo plant fahrerlose Taxis in München: Erste Testfahrten starten bald, der öffentliche Robotaxi-Dienst soll Ende 2027 folgen.
Freibier in der Bräurosl: Das Festzelt sorgt auf der Wiesn 2026 für das gewisse Extra.
Mondfinsternis über Bayern: Warum sich frühes Aufstehen diesmal lohnt
Im Tierpark Hellabrunn leben jetzt Kirk-Dikdiks. Die Mini-Antilopen sind am Isar-Eingang zu sehen.
Italien plant 75 Euro Strafe für Fußgänger mit Smartphone auf der Straße. Noch ist die Regel nicht beschlossen.
Trinkgeld per Karte sorgt für Kritik: Viele Gäste fühlen sich durch Bezahlterminals unter Druck gesetzt.
Die Wiesn 2026 in München ist einen Monat vor dem Start gut vorbereitet. SWM und MVG sichern Strom, Trinkwasser und die Anreise zur Theresienwiese.
Neue Regeln in Laim: Welche S-Bahnen halten, wo ihr umsteigen müsst und was beim Ticket gilt.
DESK
Pendlerinnen und Pendler in München müssen sich in der zweiten Septemberwoche auf deutliche Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr einstellen
Im Landkreis Augsburg startet ein Test: Essen und Medikamente kommen bald per Drohne.
Ein Mittelamerikanischer Tapir ist neu in Hellabrunn. Der seltene Bewohner lebt jetzt im Nashornhaus und wird dort aktuell an seine neue Umgebung gewöhnt.
Explosion in Augsburg: Zwei Verletzte, Bahnhof zeitweise gesperrt, Züge fahren inzwischen wieder.
Trotz Insolvenz gibt es für 1860-Fans Hoffnung: Der Spielbetrieb läuft weiter - und auch das Löwen-Wappen ist zurück.
Neue Regeln im September 2026: Das ändert sich bei Steuer, Bahn, Warntag und Einkaufen.
Der Münchner Wohnungsmarkt ist für viele der Endgegner. Grund genug, endlich groß darauf aufmerksam zu machen, dachte sich unser Moderator Thommy Berglmeir.








