Stadt München
München erlässt Verbot von Klimaprotesten auf Rettungswegen
Stand 25.08.23 - 13:35 Uhr
Wegen erneuter Behinderungen von Rettungsfahrzeugen hat die Stadt München nun ein Teil-Verbot der Demonstrationen erlassen.
(Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Ein teilweises Verbot der Demonstrationen
München (dpa) – Die Stadt München hat angesichts einer Vielzahl von Protesten der Letzten Generation ein teilweises Verbot der Demonstrationen erlassen. Eine Allgemeinverfügung untersage zur präventiven Gefahrenabwehr künftig Klimaproteste, die auf den Routen der Einsatz- und Rettungsfahrzeuge stattfinden, teilte die Stadt am Freitag mit.
Verboten sind demnach Proteste, die nicht angezeigt werden und bei denen sich Teilnehmende auf der Fahrbahn festkleben.
Die Verfügung trat am Freitag um 12.00 Uhr in Kraft und gilt demnach bis zum Ablauf des 12. September. Das entspreche dem von der Letzten Generation angekündigten Ende ihres Protests in München, teilte die Stadt mit.
Behinderung von Rettungsfahrzeugen bei Klimaaktion am Donnerstag
Am Donnerstag hatte die Aktivisten der Klimaschutzgruppe den Verkehr in München an mehr als einem Dutzend Standorte blockiert. Sie hatten zudem angekündigt, München im Vorfeld der Mobilitätsmesse IAA Anfang September zu einer «Protesthochburg» machen zu wollen. Nach Angaben der Stadt hat dabei die von den Aktivisten «zwar theoretisch räumbare Rettungsgasse» in der Praxis nicht wie gewünscht funktioniert. So seien am Donnerstag zwei Rettungsfahrzeuge behindert worden.
Der Stadt wies darauf hin, dass der Aufruf zu einer verbotenen Versammlung strafbar ist. Die Teilnahme könne mit einer Geldbuße von bis zu 3000 Euro geahndet werden. Das Kreisverwaltungsreferat prüfe zudem, gegen einzelne Personen Mitführverbote von Klebstoff zu erlassen.
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