Bayern
Flugblatt-Skandal: Söder bestellt Aiwanger zu Sonder-Koalitionsausschuss ein
Stand 04.09.23 - 07:54 Uhr
Der Skandal um ein altes antisemitisches Flugblatt lastet auf Hubert Aiwanger, aber auch auf der CSU und der Koalition. Nun will Markus Söder offene Fragen beantwortet wissen. Was passiert am Dienstag?
Markus Söder (CSU, r), Minsterpräsident von Bayern, an der Staatskanzlei in München mit Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Wirtschaftsminister, bei der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung. Foto: Stefan Puchner/dpa
Sondersitzung am Dienstavormittag
München (dpa) – Nach den Erklärungen seines Stellvertreters Hubert Aiwanger zu einem antisemitischen Flugblatt aus Schulzeiten hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Sondersitzung des Koalitionsausschusses einberufen. Söder habe die Freien Wähler für Dienstagvormittag zu der Sitzung einbestellt, teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Montag der Deutschen Presse-Agentur in München mit.
«Wir haben die Erklärung zur Kenntnis genommen. Aber es bleiben viele Fragen offen. Diese kann nur Hubert Aiwanger persönlich beantworten», sagte Herrmann. «Wir erwarten, dass dies zeitnah geschieht. Die Vorwürfe sind zu ernst, als dass sich ein stellvertretender Ministerpräsident nur schriftlich äußert und entscheidende Fragen unbeantwortet lässt.» Aiwanger müsse sich über die schriftliche Stellungnahme hinaus «persönlich und umfassend erklären». «Es geht um das Ansehen Bayerns.»
Aiwanger weist Anschuldigungen zurück
Freie-Wähler-Chef Aiwanger (52) hatte am Samstagabend schriftlich zurückgewiesen, als Minderjähriger zu Schulzeiten in den 1980er Jahren ein antisemitisches Flugblatt geschrieben zu haben, über das die «Süddeutsche Zeitung» (SZ) berichtet hatte. «Ich habe das fragliche Papier nicht verfasst und erachte den Inhalt als ekelhaft und menschenverachtend», hieß es in einer Erklärung Aiwangers.
Gleichzeitig räumte er aber ein, es seien «ein oder wenige Exemplare» in seiner Schultasche gefunden worden. Kurz darauf gestand Aiwangers ein Jahr älterer Bruder ein, das Pamphlet geschrieben zu haben: «Ich war damals total wütend, weil ich in der Schule durchgefallen war.»
Mehr Beiträge und Themen
In Münchens Freibädern wartet in den Sommerferien ein kostenloses Mitmachprogramm auf Kinder und Jugendliche.
Wegen vieler Baustellen ändern sich in München ab 3. August zahlreiche Bus- und Tramlinien.
Wiesn 2026: KI-Kameras, neue Wege und mehr Kontrolle sollen Überfüllung verhindern.
Im August 2026 starten neue Regeln für Familien, Bahnkunden, KI, Solaranlagen und Verpackungen.
Freie Fahrt, freie Schifffahrt, freier Bergspaß: Bayern belohnt Einser
Die Stadt München verlängert ihre Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Wassernutzung nicht. Auch die Wasser-Sparanordnung der Stadtwerke München läuft aus. Entspannung gibt es aber nur teilweise - denn die Lage beim Grundwasser bleibt weiter angespannt.
Waldbrände in Südeuropa sorgen für Unsicherheit: Das müssen Urlauber jetzt zu ihren Rechten wissen.
Vom Naturbad in München bis zum Wellenbad im Umland: Diese Freibäder in und um München sorgen für Abkühlung, Badevergnügen und echtes Sommerfeeling.
Donna Maria startet im September und bohrt für die 2. Stammstrecke drei Kilometer unter München.
Zum Augustbeginn drohen lange Staus: Der ADAC warnt vor einem besonders vollen Ferienwochenende.
DESK
Dreamliner-Zwischenfall in München: Neue Details zeigen, wie ernst die Lage wirklich war.
100 Tage im Amt: Krause setzt erste Akzente, doch Wohnen, Verkehr und Geldsorgen drücken weiter.
Urteil in München: Nach dem Auto-Anschlag auf eine Verdi-Demo erhält der Täter die Höchststrafe.
Am Starnberger See fallen wegen Niedrigwasser vier Haltestellen aus. Fahrgäste müssen ihre Touren neu planen.
Bayern steht ein sehr heißer Dienstag bevor. Danach steigt das Risiko für Gewitter und Waldbrände.
34-Jähriger stirbt nach Festnahme in München. LKA und Staatsanwaltschaft ermitteln.
Im Englischen Garten half die Feuerwehr München einem Mann mit schwerer Atemnot nach einem Insektenstich.













