Coronavirus in Deutschland
Omikron-Subtyp BA.2 breitet sich aus: Wie gefährlich ist die neue Variante?
Stand 26.01.22 - 14:06 Uhr
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Eine Omikron-Untervariante (BA.2) breitet sich mancherorts zügig aus. In Deutschland herrscht aber noch die BA.1-Variante vor.
Im Coronatest-Labor. Foto: Uwe Anspach/dpa
Gibt es Unterschiede in der Krankheitsschwere?
Berlin (dpa) – Eine möglicherweise noch leichter übertragbare Omikron-Untervariante breitet sich in einigen Ländern zügig aus – doch noch sind viele Fragen zum Subtyp BA.2 offen.
- Anzeige -«Weil man in verschiedenen Ländern beobachten kann, dass der Anteil an BA.2 zunimmt, wird vermutet, dass BA.2 einen Vorteil in der Übertragbarkeit gegenüber BA.1 hat», sagte Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie an der Frankfurter Uniklinik, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. BA.1 ist der Omikron-Subtyp, der derzeit in Deutschland Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge vorherrscht.
Omikron-Subtyp: Stärkere Immunflucht bei BA.2?
Neben einer höheren Übertragbarkeit könne auch eine stärkere Immunflucht dazu führen, dass sich immer mehr Menschen mit BA.2 infizierten, erklärte Ciesek. Immunflucht bedeutet, dass eine durchgemachte Infektion oder eine Impfung weniger gut vor dem Erreger schützen. «Sehr frühe Beobachtungen aus Dänemark legen nahe, dass zwischen BA.1 und BA.2 in der Krankheitsschwere kein großer Unterschied zu sein scheint», sagte Ciesek.
In Dänemark ist BA.2 nach Angaben des staatlichen Gesundheitsinstitutes SSI mittlerweile für rund die Hälfte aller Fälle verantwortlich. In Deutschland wurde BA.1 laut dem aktuellsten Wochenbericht des RKI in der ersten Januarwoche in einer Stichprobe 1568-mal nachgewiesen werden. BA.2 tauchte 38-mal auf.
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