Coronavirus und Mücken
Können Stechmücken das Coronavirus übertragen?
Stand 10.05.20 - 11:24 Uhr
0
Von Stechmücken geht in der Corona-Pandemie nach bisherigen Erkenntnissen keine Gefahr aus.
Lästig, aber nützlich: Stechmücken. Foto: Zentralbild/dpa
Keine Gefahr einer Übertragung des Coronavirus durch Stechmücken
Müncheberg (dpa) – Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 werde durch Tröpfcheninfektion übertragen – mit dem Stich einer Mücke könne das Virus nach dem derzeitigen Kenntnisstand nicht in den Körper gelangen, sagte Mücken-Expertin Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) der Deutschen Presse-Agentur.
- Anzeige -WHO-Experte gibt Entwarnung in Bezug auf Mücken
Das bestätigt auch Peter Ben Embarek, WHO-Experte für Infektionen, die von Tier zu Mensch oder umgekehrt übertragen werden können. Studien hätten sich mit verschiedenen Parasiten – auch Mücken – beschäftigt und keine Übertragung festgestellt. «Diese Viren haben spezifische Affinitäten zu bestimmten Arten, und sie können nur an bestimmte Zellen andocken – sie können nicht jede Art infizieren, mit der sie in Berührung kommen», sagte Ben Embarek.
Nach Werners Angaben gibt es in Deutschland über 50 Stechmückenarten. Für die Bildung der Eier benötigten die Mückenweibchen Eiweiß aus fünf bis sechs sogenannten «Blutmahlzeiten». Eine Mücke kann Hunderte Eier pro Eiablage legen.
Ob es in diesem Jahr zu einer Mückenplage kommt, hänge von den Witterungsbedingungen ab. «Mücken mögen es warm und feucht. Ideal sind für sie stehende und schwankende Gewässer wie Pfützen, Regentonnen oder zurückgehende Hochwasser.» In Flussauen entlang von Donau, Rhein und Elbe oder in ausgedehnten Moorgebieten sei die Population am dichtesten.
- Anzeige -Mücken sind lästig, aber wichtiger Bestandteil der Nahrungsketten
Mücken könnten zwar lästig sein, seien aber in der Nahrungskette der Natur sehr nützlich. Die Larven dienten als Fischfutter oder Nahrung für andere Insekten, die ausgewachsenen Mücken als Nahrung für Vögel und Fledermäuse. In einem Mückenatlas erfasst das ZALF im brandenburgischen Müncheberg zusammen mit dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit die Verbreitung der unterschiedlichen Arten von Mücken in Deutschland. Grundlage dafür sind Einsendungen von Bürgern.
Mehr Informationen
- Mückenatlas – Deutschland kartiert die Stechmücken
- Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF)
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Was bringt der Oktober 2026? Wir zeigen euch, was sich beim Tanken, im Alltag, bei digitalen Behördengängen und an Bahnhöfen ändert.
Die Wiesn ist zur Hälfte rum - die Stadt zieht Bilanz
München geht für Deutschland ins Olympia-Rennen. Nun richtet sich der Blick auf die internationale Vergabe.
Der Bundestag stimmt für den Tankrabatt. Was ab Oktober für Benzin und Diesel geplant ist.
VW und Audi rufen fast eine Million Autos zurück. Prüft, ob euer Wagen wegen der Lenkung in die Werkstatt muss.
Krank nach der Wiesn? Die LMU erforscht die Wiesngrippe. So helft ihr mit und schützt euch vor Infekten.
Uli Hoeneß darf seine zwei Linden behalten. Doch der Nachbarstreit ist möglicherweise noch nicht vorbei.
Zwei Kellnerinnen handeln bei einem Notfall auf der Wiesn sofort - und helfen, einen 78-Jährigen wiederzubeleben.
München führt bei der Olympia-Bewerbung. Am 26. September fällt die Entscheidung des DOSB.
The Kolors bringen Italo-Pop und große Gefühle nach München - jetzt Tickets sichern!
DESK
MünchenBudget 2026: Stimmt bis 1. November über Projekte für eure Stadt ab. Eine Million Euro stehen bereit.
Kein Alkohol mehr am Bahnsteig: Was an DB-Bahnhöfen verboten ist - und was ihr weiter dürft.
München plant einen Mietenmonitor. Er soll zu teure Wohnungsanzeigen erkennen - doch die CSU übt Kritik.
Nur wenige Kilometer vom Münchner Flughafen entfernt wurde in der Nacht offenbar eine freilaufende Raubkatze gesichtet. Nach erster Einschätzung der Behörden könnte es sich um einen Puma handeln. Das Landratsamt Erding mahnt zu höchster Wachsamkeit: Hunde sollten angeleint und Kinder nicht unbeaufsichtigt gelassen werden.
Nach der Wiesn sind noch zahlreiche Marken für Maßen und Hendl übriggeblieben? Das könnt ihr damit jetzt anstellen
Historischer Rekord auf dem Oktoberfest 2026: 7,4 Millionen Gäste feierten auf einer friedlichen Wiesn. Alle Infos, Zahlen & kuriose Fundstücke im Überblick!
Ayana auf dem Cover, zwölf Tierbilder im Kalender: Hier bekommt ihr den Hellabrunn-Kalender 2027 für zehn Euro.











