X-Men: Dark Phoenix
Stand 30.01.23 - 21:09 Uhr
Die Macher des neuen „X-Men“-Films trauen sich, gewohnte Story-Strukturen so aufzubrechen, dass man über weite Strecken gar nicht mehr weiß, bei wem man eigentlich mitfiebern soll.
Normalerweise gibt es bei Superheldenfilmen keine Missverständnisse. Man weiß genau, wer die Guten und wer die Bösen sind. Am Ende gibt es einen starken Mann mit Cape, der das Universum rettet. Aber so einfach ist die Welt nun mal nicht – und das hat auch Hollywood erkannt.
Die Macher des neuen „X-Men“-Films trauen sich, gewohnte Story-Strukturen so aufzubrechen, dass man über weite Strecken gar nicht mehr weiß, bei wem man eigentlich mitfiebern soll. Alle tun Gutes, aber auch Schlechtes – und nur wenige Player sind so eindeutig böse, dass man befreit jubeln kann, wenn sie in einem krachenden Actiongewitter besiegt werden.
Dieser intellektuelle Anspruch ist sicher lobenswert, aber dafür geht er auf Kosten der Leidenschaft. Über weite Strecken weiß man nicht so richtig, was man eigentlich fühlen soll. Das Leben ist nun wirklich kompliziert genug – vielleicht will man im Kino doch lieber eindeutigere Fronten?
Zumindest was „Woman Empowerment“ betrifft, macht „Dark Phoneix“ alles richtig, denn die weiblichen X-Men stehlen ihren Kollegen die ganze Show und zeigen beeindruckende Stärke und Überlegenheit.
Euer Emu
Nina Liebold im Interview: mit Michael Fassbender
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