X-Men: Dark Phoenix

Aktualisiert 26.01.2023 - 18:16 Uhr

Die Macher des neuen „X-Men“-Films trauen sich, gewohnte Story-Strukturen so aufzubrechen, dass man über weite Strecken gar nicht mehr weiß, bei wem man eigentlich mitfiebern soll. 

X-Men: Dark Phoenix

Normalerweise gibt es bei Superheldenfilmen keine Missverständnisse. Man weiĂź genau, wer die Guten und wer die Bösen sind. Am Ende gibt es einen starken Mann mit Cape, der das Universum rettet. Aber so einfach ist die Welt nun mal nicht – und das hat auch Hollywood erkannt.

Die Macher des neuen „X-Men“-Films trauen sich, gewohnte Story-Strukturen so aufzubrechen, dass man ĂĽber weite Strecken gar nicht mehr weiĂź, bei wem man eigentlich mitfiebern soll. Alle tun Gutes, aber auch Schlechtes – und nur wenige Player sind so eindeutig böse, dass man befreit jubeln kann, wenn sie in einem krachenden Actiongewitter besiegt werden.

Dieser intellektuelle Anspruch ist sicher lobenswert, aber dafĂĽr geht er auf Kosten der Leidenschaft. Ăśber weite Strecken weiĂź man nicht so richtig, was man eigentlich fĂĽhlen soll. Das Leben ist nun wirklich kompliziert genug – vielleicht will man im Kino doch lieber eindeutigere Fronten?

Zumindest was „Woman Empowerment“ betrifft, macht „Dark Phoneix“ alles richtig, denn die weiblichen X-Men stehlen ihren Kollegen die ganze Show und zeigen beeindruckende Stärke und Überlegenheit.

Euer Emu

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