Die Wintersachen werden aus dem Sommerschlaf geholt. Die Sachen riechen dann komisch von der Lagerung.

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Jetzt im Herbst ist wieder das große Durchtauschen im Kleiderschrank angesagt: Die Sommerklamotten verschwinden in den untersten Schubladen, während die Herbstjacken und Wintermäntel in die vorderste Reihe rücken. Dabei offenbart sich mitunter schnell ein Ärgernis: Die aus ihren Sommerverstecken befreiten Sachen riechen muffig und sehen aus wie der Mottenkiste entstiegen. Damit der meist durch die Lagerung entstandene, unangenehme Geruch verfliegt, sollte man die Kleidung – wie bei einem Neukauf – erst einmal reinigen. Besonders bei Jacken und Mänteln sind hierfür einige materialspezifische Grundregeln der Pflege einzuhalten.

Wolle

Die handelsüblichen Jacken und Mäntel, wie sie in bekannten Onlineshops erhältlich sind, bestehen in der Regel nicht ausschließlich aus reiner Wolle, sondern aus einer Mischung mit Polyester, Viskose und/oder anderen Materialien. Ist der Hauptbestandteil (über 50 Prozent) Wolle, sollte die Jacke bzw. der Mantel prinzipiell nur trocken gereinigt werden, da alles andere dem Material auf Dauer schaden kann. Wolle ist ein vergleichsweise empfindliches Material, das bereits durch Lüften seine ursprüngliche Frische wieder erhält. Kommt es doch einmal zu Flecken, reicht es, die entsprechende Stelle mit Wasser zu betupfen. Damit sich die Fasern nach jedem Mal Tragen einige Zeit erholen und wieder in ihre Ursprungsform zurückkehren können, empfiehlt sich stets eine eintägige Jackenpause.

Leder

Bei Leder gilt im Gegensatz zu anderen Jacken: Je älter und "benutzter" das Material aussieht, desto charmanter wirkt das entsprechende Modell meistens. Unschönen Rissen und dergleichen kann jedoch durch ausreichende Pflege vorgebeugt werden. Vor dem ersten Tragen hilft ein Imprägnierspray, um das Leder vor Nässe zu schützen und das spätere Entfernen von Schmutz zu erleichtern. Besteht die Jacke oder der Mantel aus Glattleder, sind Flecken oder Schmutz im trockenen Zustand relativ einfach mit einer weichen Bürste und im nassen Zustand mit einem Lederreiniger zu säubern. Bei rauem Leder kann ein nasses Papiertuch ohne Reiben auf einen frischen Fleck gelegt werden. Flecken, die bereits getrocknet sind, sollten von einem Fachmann oder einer Fachfrau gereinigt werden, da ansonsten Fleckenränder entstehen können.

Gore-Tex

Gore-Tex-Jacken werden vor allem bei actionreichen Outdoor-Aktivitäten getragen, weswegen sie ab und an in die Wäsche sollten. Das atmungsaktive Material kann durch Schmutz oder Schweiß nämlich relativ leicht an Funktionalität verlieren. Prinzipiell können Gore-Tex-Jacken bei 40 Grad in der Maschine gewaschen werden. Wichtig hierbei: Pulverwaschmittel können Mikroporen verstopfen oder sich anderweitig schlecht auf das Material auswirken, was zu unschönen Knitterfalten führt. Eine geringe Menge an herkömmlichem Weichspüler reicht völlig aus, um die Jacke auch nach dem Waschen schön zu erhalten. Kleinere Verschmutzungen können mit einer Bürste und etwas lauwarmem Wasser entfernt werden.

Daunen

Daunenjacken werden in Steppform auch im Herbst getragen. Wichtig beim Waschen von Daunenjacken und -mänteln ist die Wahl des geeigneten Waschmittels. Weichspüler, der in fast jedem Spülmittel in gewisser Menge enthalten ist, ist für die weiche Kuscheljacke gänzlich ungeeignet. Im Idealfall besorgt man sich also ein spezielles Daunenwaschmittel. Empfohlen wird das anschließende Trocknen im Trockner. Damit Daunen nicht eingehen, sollte die Jacke auch hier – wie in der Waschmaschine – als einziges Kleidungsstück in der Maschine sein. Durch das Hinzufügen von drei bis vier Tennisbällen können sich die Daunen wieder komplett aufrichten.