Aktualisiert: 26.09.2020 - 18:47

Zu viele Süßigkeiten sind nicht gesund, das weiß jeder. Einem Mann im US-Staat Massachusetts ist seine große Leidenschaft für Lakritz jetzt aber zum Verhängnis geworden. Und selbst kleine Mengen können Auswirkungen haben.

Mann stirbt an lakritz2

© Foto: shutterstock

Warum kann Lakritz gefährlich werden?

Es ist nicht jedermanns Geschmack: bei Lakritz gehen die Meinungen weit auseinander. Die einen lieben es, die anderen finden es ekelhaft. Ein 54-jähriger Mann aus den USA konnte gar nicht genug davon bekommen.

Er aß täglich mehr als eine Tüte Lakritz und erlitt infolgedessen plötzlich einen Herzstillstand. 

Lakritz als Todesursache?

Von diesem tragischen Fall berichten Ärzte aus Massachusetts nun im "New England Journal of Medicine". Der 54-jährige Bauarbeiter soll über Wochen hinweg jeden Tag bis zu anderthalb Tüten schwarzen Lakritz gegessen haben.

Dann erlitt er einen Herzstillstand, als er sich gerade in einem Fast-Food-Restaurant befand. Die Ärzte vermuten, dass der Süßigkeiten-Konsum, vor allem von Lakritz, für seinen Tod verantwortlich ist. Der Mann soll vorher keine Beschwerden gehabt haben.

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Warum ist Lakritz ungesund?

Die Süßigkeit habe seinen Nährstoffhaushalt aus dem Gleichgewicht gebracht, erklärten die Ärzte des Mannes im Fachmagazin "New England Journal of Medicine".

Auch vorherige Studien zeigten bereits, dass Glycyrrhizin (auch Glycyrrhizinsäure), das in der Süßholzwurzel und somit auch in Lakritz vorkommt, "Bluthochdruck, Kaliummangel, metabolische Alkalose, tödliche Arrhythmien und Nierenversagen" hervorrufen kann. 

"Selbst eine kleine Menge Lakritz, die man isst, kann den Blutdruck ein bisschen erhöhen", sagte Neel Butala, Kardiologe am Massachusetts General Hospital.

In der Schwangerschaft wird von Lakritz ebenfalls abgeraten, da es die Entwicklung des Embryos negativ beeinflussen kann,  vor allem wenn man bereits an hohem Blutdruck leidet. 

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Wie viel Lakritz darf man täglich essen?

Lakritz hat auch positive Effekte für die Gesundheit. Das Süßholz wirkt entzündungshemmend und kann so Magenbeschwerden lindern. Es kommt einfach auf die Menge an! 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, nicht mehr als 100 Milligram Glycyrrhizin pro Tag und maximal 250 Milligramm pro Woche zu sich zu nehmen. Das entspricht etwa 50 Gramm Lakritz pro Tag.

Menschen mit Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen sollten generell auf Lakritz verzichten.