Aktualisiert: 08.04.2020 - 15:36

Auch Zoos sind von der Corona-Krise betroffen: bis voraussichtlich 19. April müssen Tierparks ihre Pforten schließen. Aber wie geht es den Tieren dann eigentlich - so ganz ohne Besucher? 

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© Foto: Tierpark Hellabrunn / Marc Müller

Interessante Veränderungen bei den Tieren

Die Corona-Krise macht auch um Tiere keinen Bogen: seit Mitte März mussten auch Zoos und Tiergärten schließen. Die fehlenden Einnahmen durch die Besucher, bei fast gleich bleibenden Ausgaben, bereiten den Zoos große finanzielle Schwierigkeiten.

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Doch abgesehen von den wirtschaftlichen Problemen: Wie geht es den Tieren eigentlich, die die vielen täglichen Besucher gewohnt sind?

Die Tierpfleger sind derzeit die einzigen Menschen, die die Tiere regelmäßig und täglich sehen. Denn nur sie dürfen noch aufs Zoogelände, um die Tiere zu füttern und zu pflegen. Von den meisten Tieren werden sie dann auch genauer als sonst beobachtet, denn auch manchen Tieren wird langweilig - so ganz ohne Besucher.

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© Foto: Tierpark Hellabrunn / Marc Müller

Den Affen und Löwen ist es langweilig

Sehr stark ist es den Affen anzumerken, die sich richtig freuen, wenn sie Besuch von einem Pfleger bekommen. Die fehlenden Besucher sind für die Affen, als sei ihr Fernseher kaputt.

Aber auch Raubtiere, wie Löwen und Tiger, die sonst viel mit den Besuchern interagieren und sich sehr viel mit der Beobachtung der Besucher beschäftigen, kommen sich laut der zoologischen Leiterin des Tierparks Hellabrunn, etwas verloren vor.

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Die Reaktion der Tiere ist jedoch von Tier zu Tier unterschiedlich. So gibt es andererseits natürlich auch Tiere, die die viele Ruhe genießen, das sind vor allem die sehr scheuen und zurückhaltenden Zoobewohner. So beobachten die Tierpfleger zum Beispiel, dass sich diese Tiere dann auch an Orten aufhalten, an denen normalerweise sehr viele Besucher sind.

Extrapflege gegen Langeweile 

Aufgrund der derzeit warmen Frühlingstemperaturen verbringen viele Tiere ihre Tage schon draußen. Dort erhalten sie von den Pflegern dann auch eine besonders intensive Pflege: um ihnen die Langeweile zu vertreiben, wird viel mit ihnen gespielt! Beispielsweise wird das Essen versteckt und die Tiere müssen es erst suchen oder es gibt besonders lange Krauleinheiten für die pelzigen Freunde!

Übrigens: auch vom deinem Wohnzimmer aus kannst du jederzeit nachschauen, wie es den Tieren geht. Der Tierpark Hellabrunn veröffentlicht regelmäßig Fotos auf Instagram und Facebook!