Aktualisiert: 06.07.2020 - 10:54

Vier Bundesländer wollen vielleicht schon in Kürze die Maskenpflicht im Einzelhandel abschaffen. Könnte das auch für Bayern kommen?

mecklenburg vorpommern maskenpflicht abschaffen

Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern Foto: shutterstock

Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel?

Seit Ende April gilt in Deutschland die Maskenpflicht in weiten Teilen des Öffentlichen Lebens. Das Infektionsgeschehen in Deutschland ist zur Zeit stabil, sodass jetzt einige Bundesländer über Lockerungen bei der Maskenpflicht nachdenken.

Mecklenburg-Vorpommern erwägt als erstes Bundesland, die Maskenpflicht im Einzelhandel abzuschaffen. Da es hier bundesweit die wenigsten Infektionen gibt, soll das Kabinett in Schwerin bereits zum 4. August ein Ende der Maskenpflicht beschließen - so der Plan. Ähnliche Überlegungen gibt es auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.

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Söder äußert sich zu den Vorschlägen

Ministerpräsident Markus Söder hat sich heute (06. Juli) noch einmal deutlich gegen eine Lockerung oder Abschaffung der Maskenpflicht ausgesprochen. „Corona bleibt die dominante Konstante“, sagt Söder am Montag in München.

Es gibt „überhaupt keinen Anlass nachzulassen“. Eine Ende der Maskenpflicht wäre ein Fehler und ein falsches Signal an die Menschen. In Bayern bleibt es beim Dreiklang „Testen, Abstand halten, Maske tragen“, betont Markus Söder.

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Auch andere Politiker warnen vor der Abschaffung der Maskenpflicht

Warnende Worte gab es auch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Auf Twitter schreibt er: "Wo in geschlossenen Räumen der nötige Abstand nicht immer gesichert ist, bleibt die Alltagsmaske geboten".

Und auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schließt sich der Kritik an. "Schafft eine Landesregierung die Maskenpflicht ab, experimentiert sie mit der Gesundheit der Menschen und erhöht das Risiko für eine zweite Infektionswelle."