Aktualisiert: 30.04.2020 - 17:49

Heute Nachmittag haben Bund und Länderchefs über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Das sind die Entscheidungen und diese Punkte werden vertagt:

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© Foto: Bayerische Staatskanzlei | dpa

Das sind die neuen Beschlüsse in der Corona-Krise

Angela Merkel hat heute nochmal betont, dass größerer Öffnungsschritt erst bei der nächsten Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten am 6. Mai entscheiden werden. "Wir werden in der nächsten Woche ein weitergehendes Paket beschließen", sagt die Kanzlerin. Trotzdem gibt es einige Neuerungen:

Es ist nach Ansicht von Bund und Ländern noch zu früh zu beurteilen, ob sich die seit dem 20. April umgesetzten Öffnungsmaßnahmen verstärkend auf das Infektionsgeschehen ausgewirkt haben.

Diese Lockerungen kann es jetzt schon geben:

  • Gottesdienste kann es laut Merkel wieder geben können

  • Auch Spielplätze könnten unter Auflagen wieder geöffnet werden

  • Das gleiche gilt für Zoos, Galerien, Museen

  • Großveranstaltungen bleiben aber bis 31. August verboten

Wie und wann die Lockerungen in den einzelnen Bundesländern ungesetzt werden, wird aber von den jeweiligen Länderchefs individuell entschieden. Grund hierfür ist vor allem, das sehr unterschiedliche Infektionsgeschehen in den einzelnen Regionen Deutschlands.

Die Pläne für Bayern werden am Dienstag, 5. Mai, folgen, so Söder.

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Diese Voraussetzungen gelten für die Öffnung der Spielplätze

Wenn geschlossenen Spielplätze wieder öffnen, ist es wichtig, dass verantwortungsvoll gehandelt wird. Eltern müssten dann verstärkt  darauf achten, dass überfüllte Anlagen gemieden und grundlegende Hygieneregeln eingehalten werden.

Diese Voraussetzungen gelten für die Öffnung von Museen, Ausstellungen, Zoos und Gedenkstätten:

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten könnten schon bald wieder öffnen. Voraussetzung ist aber besonders bei kleinen und historischen Gebäuden, dass die Auflagen zur Hygiene sowie die Einhaltung des nötigen Abstands räumlich und personell umgesetzt werden könnten.

Dazu könnte sogar ein kurzfristiges Förderprogramm in Höhe von zunächst 10 Millionen Euro für coronabedingte Umbaumaßnahmen aufgelegt werden.

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Bis zu den nächsten Beratungen am 6. Mai soll es dazu eine Beschlussvorlage geben.

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