Aktualisiert: 28.04.2020 - 14:18

Ministerpräsident Markus Söder hat heute, 28. April das weitere Vorgehen in Bayern verkündet. Es gibt einige Lockerungen aber man will weiter schrittweise vorangehen. Die wichtigsten Fakten zum Nachlesen und die Pressekonferenz zum Nachhören findest du hier.

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© Foto: Bayerische Staatskanzlei

Bayern steht dank Umsicht gut da

Markus Söder beginnt die Pressekonferenz mit hoffnungsvollen Worten: „Ganz klar: Corona ist weiter präsent. Die Maßnahmen der letzten Wochen sind überaus erfolgreich. Wir sind unter eins was den Reproduktionsfaktor angeht, damit liegen wir unter dem Bundesdurchschnitt." Das zeige, dass die bayerische Strategie erfolgreich war. Der Weg der Umsicht müsse fortgesetzt werden.

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"Bayern hat früher begonnen, Bayern wird auch später aufhören." Söder kündigt ein längeres Fortführen der Maßnahmen als in anderen Bundesländern an, das Ziel bleibt aber ein möglichst normales Leben auch mit Corona.

Beschränkungen werden verlängert

Das Bayerische Kabinett hat beschlossen, dass die bisher geltenden Schutzmaßnahmen und Maßnahmen um eine Woche - bis 10. Mai - verlängert werden. 

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Fahrplan für Bayern soll nächste Woche folgen

Ministerpräsident Markus Söder kündigt bei der Pressekonferenz an, dass es kommende Woche einen Fahrplan für den Monat Mai geben soll. 

Man will allerdings zuerst noch die Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag, 30. April, sowie die Auswirkungen der jetzigen Maßnahmen abwarten, bevor neue Lockerungen eingeführt werden. 

Alle Läden dürfen in Bayern wieder öffnen

"Ab jetzt kann jeder, der nur 800 Quadratmeter Fläche nutzen will, seinen Einzelhandel öffnen", teilt Söder mit. Damit reagiert er auf ein Urteil des bayerischen Verwaltungsgerichts. 

Größere Geschäfte dürfen also ab sofort öffnen, wenn sie ihre Verkaufsfläche begrenzen und dafür sorgen, dass pro Person 20 Quadratmeter Ladenfläche zur Verfügung stehen. Außerdem werden weiter Hygieneregeln festgelegt.

Auch der Gastronomie macht Söder Hoffnung

Eine vorsichtige Öffnung hält er ab Ende Mai bzw. Pfingsten für durchaus denkbar.

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Coronavirus: Öffnung von Schulen und Kitas in Bayern

Piazolo: "Es wird bis zum Sommer keine Normalität an den Schulen geben, wie wir sie kennen." Nach wie vor will man an dem Plan festhalten, ab 11. Mai die Schüler wieder nach und nach zurück in die Schule zu lassen.

"In Nordrhein-Westfalen musste eine Schule nach einer schnellen Öffnung wieder zugemacht werden", erwähnt Söder den gestrigen Vorfall in Dormagen. Hier musste ein Gymnasium nach zwei Tagen aufgrund einer Corona-Erkrankung wieder schließen.

Seit Montag sind die Abschlussklassen wieder in den Schulen in Bayern. Kultusminister Piazolo spricht von einem "reibungslosen" Start. Die Rückkehr der ersten Schüler sei gut vorbereitet und organsisiert gewesen, der Infektionsschutz sei gesichert.

Einzelbesuche in Zukunft möglich

„Bei Altenheimen bleibt die Strategie eindeutig: Besonderer Schutz.“ Einzelbesuche sollen jedoch in Zukunft möglich werden, so Söder. 

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Demonstrationen und Gottesdienste sind wieder erlaubt

Gottesdienste und Demonstrationen dürfen ab dem 4. Mai wieder stattfinden, teilt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mit. Mund-Nasenschutz müsse jedoch getragen und der Mindestabstand eingehalten werden. Bei Demonstrationen ist die Teilnehmerzahl auf 50 Personen begrenzt.

Söder mahnt nochmals zum Durchhalten

"Eine zweite Welle wird kommen", sagt Söder. "Wann, weiß keiner - wie stark, weiß auch keiner." Jetzt gelte es, den jetzigen Weg behutsam weiterzugehen.

Stimmung der Bevölkerung unterschiedlich

Ihm ist bewusst, dass die Stimmungslage in der Gesellschaft unterschiedlich ist. Während die einen Lockerungen befürworten, wünschen sich andere den Erhalt der Maßnahmen. Ziel ist es einen klugen Weg zu finden, um langsam in eine Normalität mit dem Coronavirus zu finden.

Hier die Pressekonferenz zum Nachhören

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