Aktualisiert: 22.07.2021 - 10:12

Die Corona-Zahlen steigen weiter leicht an. Trotz Fortschritten warnt Spahn, dass das derzeitige Impftempo noch nicht ausreicht. Die Bundesregierung befürchtet hohe Inzidenzen im Herbst. Mehr Infos hier.

Jens Spahn

Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit. Foto: Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Corona-Zahlen in Deutschland steigen bereits jetzt wieder leicht an

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Bevölkerung gemahnt, angesichts steigender Corona-Zahlen Schutzmaßnahmen nicht zu vernachlässigen. Wenn sich die Inzidenz weiter alle zwölf Tage verdoppele, hätte man im September einen Wert von über 400, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin.

Alle miteinander müssten sich die Frage stellen, «wollen wir das passieren lassen». Spahn rief dazu auf, die bekannten Maßnahmen einzuhalten. «Es geht darum, Maske im Innenraum tragen. Sich regelmäßig testen lassen. Wenn man noch nicht geimpft ist, sich impfen lassen», sagte er. «Wir entscheiden jetzt, jetzt in diesen Tagen des Julis darüber, wie September, Oktober, November werden.»

Impf-Fortschritt muss weiter vorangehen

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete Mittwochmorgen (Stand 4.36 Uhr) eine Inzidenz von 11,4. Am Vortag betrug der Wert noch 10,9 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 2203 Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 1548 gelegen.

Inzwischen sind laut RKI 47,3 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Am Dienstag wurden demnach 572 482 Impfdosen verabreicht. Damit sind nun rund 39,3 Millionen Menschen vollständig geimpft. Rund 50,1 Millionen (60,2 Prozent) erhielten mindestens eine Impfdosis.

«In keinem anderen Land Europas sind damit mehr Menschen geimpft als in Deutschland», schrieb Spahn auf Twitter. Das reiche jedoch noch nicht, um die Delta-Variante des Virus einzudämmen.