Aktualisiert: 07.04.2021 - 16:59

Noch ist der russische Corona-Impfstoff Sputnik V in Europa nicht zugelassen - doch Bayern hat sich bereits Millionen von Dosen gesichert. Wird bald damit im Bayern geimpft?

Corona-Impfstoff Sputnik V

Foto: Chokri Mahjoub/ZUMA Wire/dpa

Bald Impfungen mit russischem Stoff in Bayern?

München (dpa) - Bayern sichert sich noch vor einer möglichen EU-Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V Millionen Dosen des Mittels. Der Freistaat werde am Mittwoch einen Vorvertrag mit einer Produktionsfirma im schwäbischen Illertissen unterzeichnen, kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Sitzung des Kabinetts in München an. Nach der Zulassung soll der Freistaat 2,5 Millionen Impfdosen erhalten.

Noch fehlt die europäische Zulassung

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft derzeit den Antrag auf Zulassung von Sputnik V in der EU. Im April werden Experten der EMA in Russland zur Begutachtung der Produktion und Lagerung des Impfstoffs erwartet.

Russland hatte das Mittel bereits Mitte August 2020 als weltweit ersten Corona-Impfstoff für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben. Mittlerweile haben in der medizinischen Fachpresse publizierte Daten dem Mittel hohe Wirksamkeit bescheinigt.

Der Impfstoff könnte im Laufe des Jahres in dem Werk in Illertissen produziert werden, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Eine entsprechende Absichtserklärung für die Produktion und den Import sei unterzeichnet. «Es handelt sich um einen hochwirksamen Impfstoff», betonte Holetschek.