Aktualisiert: 09.03.2020 - 14:50

Am Sonntag, den 15. März ist Kommunalwahl in München. Was das bedeutet, wen du wählen kannst und wie du wählst, erklären wir hier. 

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Foto: pixabay

So verläuft die Wahl

Nur noch wenige Tage bis zur Kommunalwahl in Bayern und somit auch in München. Gewählt wird dann nicht nur Münchens Oberbürgermeister, sondern auch ein neuer Stadtrat sowie die 25 Münchner Bezirksausschüsse - und das für die nächsten sechs Jahre.

Ein neuer Oberbürgermeister für München?

Im engeren Rennen um den Posten als OB in München sind derzeit noch drei Kandidat(innen): Kristina Frank, Katrin Habenschaden und Dieter Reiter. Als Gesicht der Stadt hat der oder die Oberbürgermeister(in) bei den meisten Dingen in München ein Wörtchen mitzureden. So hat der Oberbürgermeister also auch die Möglichkeit, Themen oder Meinungen, die ihm wichtig sind, im Stadtrat bevorzugt vorzutragen. Außerdem ist Münchens Oberbürgermeister auch der Kopf des Stadtrates sowie der Verwaltung. Den oder die Oberbürgermeister(in) wählen wir direkt.

So läuft die Oberbürgermeister-Wahl ab

Die OB-Wahl ist im Gegensatz zu den anderen Stimmzetteln sehr übersichtlich. Jede Partei kann ja grundsätzlich einen Kandidaten ins Rennen schicken. Dieser ist auf dem Stimmzettel, inklusive seines Berufes, aufgelistet. In der Spalte daneben steht die Partei, die der Kandidat angehört. Bei dieser Wahl darfst du nur genau ein Kreuz machen!
Bei der OB-Wahl kann ein Kandidat nur gewinnen, wenn er die absolute Mehrheit, also über 50 Prozent erreicht hat. So ist die Wahrscheinlichkeit eher hoch, dass es nach genau zwei Wochen zu einer Stichwahl der zwei Kandidaten kommt, die die meisten Stimmen bekommen haben. Auch dann werden alle wahlberechtigten Bürger gebeten, eine Stimme abzugeben. Der Kandidat mit den meisten Stimmen gewinnt.

Der Münchner Stadtrat

Der Stadtrat trifft die Entscheidungen des Münchner Rathauses. Hierbei kann es sich um alle möglichen Themen handeln, die die Stadt München betreffen. Eine weitere Aufgabe des Stadtrates ist es, die die Arbeit der Verwaltung und die des Oberbürgermeisters zu kontrollieren. Den Stadtrat wählen wir auch direkt. Für Stadtratsmitglieder gilt übrigens die bekannt gefürchtete Fünf-Prozent-Hürde nicht, das bedeutet, dass hier im wahrsten Sinne des Wortes, jede Stimme zählt.

So wird der Münchner Stadtrat gewählt

Hier wird es etwas komplizierter. Grundsätzlich erstellt jede Partei eine Liste der Kandidaten, die sie zur Wahl stellt, allerdings maximal 80 Personen. Die Kandidierenden stehen dann mit ihrem Namen und ihrem Beruf geschrieben. Allerdings gibt es mehrere Möglichkeiten, deine Stimmen abzugeben:
  • Ein Listenkreuz setzen.

  • Ein Listenkreuz setzen und Kandidaten, von dieser Liste streichen.

  • Einzelne Kandidaten wählen. Auch von unterschiedlichen Listen.

  • Einem Kandidaten bis zu drei Stimmen geben.

  • Ein Listenkreuz setzen und zusätzlich dazu noch Kandidaten von anderen Listen wählen.
Zunächst wird erst mal bestimmt, wie viele Sitze eine Partei im Stadtrat bekommt, dies ist davon abhängig, wie viel Prozent der Gesamtstimmen eine Partei bekommen hat. Anschließend wird bestimmt, wer diese Sitze der Partei bekommt. Die Kandidaten mit den meisten Stimmen haben das Recht, in den Stadtrat einziehen zu dürfen.
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Die 25 Münchner Bezirksausschüsse

Die Aufgabe der Bezirksausschüsse ist es, die Politik im Rathaus direkt mit den Bürgern in den Stadtteilen zu verbinden. Aus Sicht der Bürger sind die Bezirksausschüsse direkte Ansprechpartner vor Ort. Andererseits sind sie aus der Sicht des Stadtrates Botschafter, die die Anliegen der Bürger weitergeben.
Der Bezirksausschuss hat beispielsweise ein Mitbestimmungsrecht, wenn es um eine Veränderung in seinem Stadtteil geht. Auch die Bezirksausschüsse werden direkt gewählt.

So werden die Münchner Bezirksausschüsse gewählt

Die Wahl der Bezirksausschüsse funktioniert im Großen und Ganzen wie die des Stadtrates. So kannst du auch hier so viele Stimmen vergeben, wie es Sitze gibt und diese ebenso aufteilen wie schon bei der Wahl des Stadtrates. Je nachdem, wie groß dein Stadtbezirk ist, gibt es mehr oder weniger Sitze im Bezirksausschuss.