Aktualisiert: 09.03.2020 - 14:25

Am 15. März ist es soweit: die Kommunalwahl in München. Wir haben alle zur Wahl stehenden Parteien auf einen Blick. 

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Foto: pixabay

Die 17 Parteien für München im Überblick

Am 15. März 2020 wird gewählt in München: einen neuen Stadtrat, neue Bezirksausschüsse und einen neuen Oberbürgermeister soll die Landeshauptstadt bekommen. Neben den großen, bekannten Parteien treten aber auch mehrere kleine Parteien an, um in der zukünftigen Politik mitzumischen. Wir haben den Gesamtüberblick für dich.

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Wenn eine Partei bisher weder im Bundes- noch Landtag oder Stadtrat vertreten war und auch keine fünf Prozent bei der Europawahl erreicht hatte, galt es erst eine kleine Hürde zu meistern. Nämlich mussten diese Kleinparteien 1000 Unterschriften sammeln, um an der Kommunalwahl teilnehmen zu dürfen. Diese Herausforderung haben sechs kleine Parteien bewältigt, die nun auch im Wahlkampf mitmischen. So hast du am 15. März die Möglichkeit, deine Kreuze bei insgesamt 17 verschiedenen Parteien zu setzen:

Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. (CSU)

Unter dem Motto "Wieder München werden" geht die CSU in den Wahlkampf 2020. Mit Kristina Frank als Spitzenkandidatin, gilt die CSU außerdem als eine der Favoritenparteien, die Wahl um Münchens Oberbürgermeister(in) zu gewinnen. 

OB-Kandidatin: Kristina Frank, Kommunalreferentin, BA-Mitglied

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)

Das Wahlprogramm der Grünen ist natürlich vom grünen Faden des Klima- und Umweltschutzes durchzogen. Dieser kann und muss laut der Partei aber auch im Einklang mit sozialen und wirtschaftlichen Fragen funktionieren. Unter dem Motto "Zukunft braucht Mut" starten die Grünen ins Wahlrennen 2020 und wollen München noch gerechter und zukunftsgerichteter gestalten – auch in der Frage der Digitalisierung. Katrin Habenschaden gilt ebenfalls als Favoritin in der Wahl zu Münchens Oberbürgermeister(in).

OB-Kandidatin: Katrin Habenschaden, Dipl.-Betriebswirtin, ea. Stadträtin

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

Die Münchner SPD mit dem derzeit amtierenden Oberbürgermeister Dieter Reiter an der Spitze, möchte auch für die nächsten sechs Jahre "MÜNCHEN LIEBEN.  MÜNCHEN DENKEN.  MÜNCHEN MACHEN." Dieter Reiter gilt ebenfalls als Favorit, das Rennen um Münchens Oberbürgermeister erneut zu gewinnen.

OB-Kandidat: Dieter Reiter, Oberbürgermeister

FREIE WÄHLER Bayern /FW FREIE WÄHLER München (FREIE WÄHLER / FW München)

Die freien Wähler stehen vor allem für die folgenden drei Werte ein und gehen damit ins Rennen um Münchens Rathaus: Bürgernähe – wir setzen uns für die Belange der Bürger in München und Bayern ein. Unabhängigkeit – wir stehen auf keinen Gehaltslisten von Konzernen und Lobby-Gruppen. Sachbezogenheit – für uns steht die Lösung von Aufgaben im Mittelpunkt nicht Partei-Ideologien.

OB-Kandidat: Hans-Peter Mehling, Logistiker, BA-Mitglied
 

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Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)

Die ÖDP geht mit einem Programm, ambitioniert in Sachen Klimaschutz, Verkehrswende und neue Maßstäbe für den Erhalt des Charakters der Stadtteile und der gesamten Stadt München ins Rennen.

OB-Kandidat: Tobias Ruff, Gewässerökologe, Dipl.-Forstingenieur (FH), ea. Stadtrat

Freie Demokratische Partei (FDP)

So viel Verwaltung wie nötig, so wenig Verwaltung wie möglich. Dies gilt als einer der Leitsätze der FDP im Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2020. Im Fokus ihrer Politik soll dabei der Mensch stehen. Das stetige Wachstum wird als Herausforderung, aber auch als Chance gesehen, München fit zu machen für eine noch bessere Zukunft.

OB-Kandidat: Dr. Jörg Hoffmann, Hochschulprofessor, ea. Stadtrat

DIE LINKE (DIE LINKE)

DIE LINKE München setzt sich für eine grundsätzliche Wende in der Politik der letzten Jahre ein. Um dies zu erreichen, setzt sich DIE LINKE zum Beispiel die folgenden Ziele: die Stabilisierung der Umwelt, des Klimas, der Artenvielfalt, die Reinhaltung von Luft und Wasser oder den Stopp des Landschaftsverbrauchs. DIE LINKE möchte grundsätzlich eine "Stadt für alle, von allen und durch alle."

OB-Kandidat: Thomas Lechner, Angestellter

Bayernpartei (BP)

Die BAYERNPARTEI München macht vor allem Politik für Münchnerinnen und Münchner. An erster Stelle stehen bei der Partei diejenigen, die bereits in München leben, ob seit ein paar Jahren oder schon seit Generationen. Außerdem möchte sich die Bayernpartei dafür einsetzen, keine Anreize für weiteren Zuzug zu schaffen, da München, der Partei zufolge, bereits an seine Grenzen stößt.

OB-Kandidat: Richard Progl, Dipl.-Betriebswirt (FH), ea. Stadtrat 

Alternative für Deutschland (AfD)

Die Partei, die sich im politischen Spektrum eher rechts orientiert, möchte sich auch in München dafür einsetzen, die "Heimat im Geist von Freiheit und Demokratie grundlegend zu erneuern". 

OB-Kandidat: Wolfgang Wiehle, Dipl.-Informatiker, MdB

FAIR - Freie Allianz für Innovation und Rechtsstaatlichkeit (FAIR)

Der neuen Partei FAIR gehören zum Großteil Münchner und Münchnerinnen an, die selbst einen Migrationshintergrund haben. Ein Wunsch der Partei ist es, dass mit ihnen und nicht über sie gesprochen wird. Das oberste Ziel von Fair sei ein kommunales Wahlrecht für alle. "Fair" will sich etwa für eine bessere Förderung von Projekten gegen politischen Extremismus und religiösen Fanatismus engagieren, den MVV für Rentner kostenlos machen und die Autos aus der Altstadt verbannen.
OB-Kandidatin: Ender Beyhan-Bilgin, Personalfachkauffrau, B.Sc., BA- Mitglied, Migrationsbeiratsmitglied

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Mut

Die Partei Mut tritt zum ersten Mal im Kampf um das Oberbürgermeisteramt und die Mandate im Stadtrat an. Die Partei ist der linken Seite des politischen Spektrums zuzuordnen. Als Hauptziel erklärt Mut unter anderem die Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft. Insgesamt will die Partei, dass mehr passiert und sich mehr verändert.

OB-Kandidatin: Stephanie Dilba, Pädagogin

Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI)

Die Partei, die wie bekannt, ein bisschen anders tickt. Dies zeigt sich auch an den genannten Zielen der Partei. Beispielsweise möchte die PARTEI das Wohnungsproblem für Studenten angehen, indem "SUVs mit Toilette und Wlan" ausgestattet werden. Die Mietpreise wären hingegen generell an die Masspreise zu koppeln. Die S-Bahn-Probleme sollen laut der PARTEI mit Tunnels gelöst werden.
OB-Kandidat: Moritz Weixler, Fachkraft Veranstaltungstechnik

Zusammen Bayern e.V. (ZuBa)

Auch ZuBa ist im Hinblick auf das politische Spektrum eher links aufgestellt. Die Partei steht unter anderem für mehr politische Mitsprache für Migranten ein. Mit Hinblick darauf, dass jeder zweite Münchner ausländische Wurzeln hat, müssen Menschen aus anderen Kulturen stärker im Stadtrat vertreten sein. "Es ist Zeit, dass wir uns emanzipieren", meint Cetin Oraner, der Gründer der Partei, der selbst türkische Wurzeln hat. Aber ZuBa steht nicht nur für mehr Mitspracherecht von Migranten, allgemein steht ZuBA für ein soziales, ökologisches, feministisches und interkulturelles München - und positioniert sich auch gegen Rechtsextremismus.

OB-Kandidat: Cetin Oraner, Musiker, ea. Stadtrat

München-Liste

Die München-Liste steht vor allem für eine Begrenzung des Zuwachs in München. Weniger Wohnungsbau und vor allem keine neuen Gewerbeflächen und somit weniger neue Arbeitsplätze, soll die Lösung sein.

OB-Kandidat: Dirk Höpner, Geschäftsführer

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Volt

In München will Volt sich für einen langfristig kostenlosen Nahverkehr einsetzen und die Innenstadt Schritt für Schritt autofrei werden lassen. Die Forderungen des Radentscheids München sollen schnellstmöglich umgesetzt und neue Fußgängerzonen eingeführt werden. Zudem soll zum Beispiel die Suche nach Kita-Plätzen vereinfacht werden, der Zugang zu Bildung sozial gerechter werden und die EU-Bürger mit ausländischem Hintergrund stärker unterstützt werden. Die übergeordnete Vision für ein starkes und demokratisches Europa ist das Alleinstellungsmerkmal der Partei.

Rosa-Liste

Das Zeil der Anhänger der Rosa-Liste ist eine vollständige Gleichstellung von Münchner Lesben, Schwulen, trans* und inter* Menschen sowie ein miteinander vielfältiger Lebensformen als gegenseitige Bereicherung. So soll allgemein ein toleranteres und offeneres München entstehen.

BIA (Bürgerinitiative Ausländerstopp)

Dem Namen der Partei entsprechend, ist die BIA Partei im politischen Spektrum eindeutig dem rechten Teil zuzuordnen. Die Chancen für einen erneuten Einzug in den Stadtrat stehen bei der Wahl 2020 für die Partei allerdings schlecht.