Aktualisiert: 30.01.2020 - 11:21

Der Unfall passierte an einem gewöhnlichen Freitagnachmittag im Juni 1993: Karin aus Trudering hätte beinahe ihren 4-Jährigen Sohn verloren - wäre da nicht Riesenschnauzer Rocky gewesen. Die krasse Geschichte über den Schutzengel auf vier Pfoten jetzt zum Nachhören.

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Das ist die Geschichte von Karin und Armin aus Trudering

Es ist die absolute Horrorvorstellung für jede Mutter, das eigene Kind hat einen Unfall und landet auf der Intensivstation. Genau das hat Karin mit ihrem damals 4-jährigen Sohn Armin erlebt. Doch ein ganz besonderer Schutzengel hat ihm das Leben gerettet. Die ganze Geschichte, hörst du hier.

Karins und Armins unglaubliche Geschichte hörst du hier:

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Keine Zeit dir Karins und Armins Geschichte anzuhören? Dann kannst du sie hier nachlesen:

Karin aus Trudering besucht vor 27 Jahren, wie jeden Freitag, mit ihrem vierjährigen Sohn Armin ein kleines Café, denn Armin hat dort einen ganz besonderen Freund.

Karin: "Der Besitzer von dem Stehcafé hatte einen Hund, einen Riesenschnauzer, genannt Rocky. Und Armin geht in den Garten mit dem Hund und spielt."

Armin: "Für mich war das ein guter Spielkamerad - so in dem Alter halt. Hab da einen Tennisball geschmissen und er ist mir hinterher gelaufen, ich bin ihm hinterher gelaufen. Also das war eine gute Freundschaft."

Nach einiger Zeit will sich Karin auf den Heimweg machen und Armin im Garten abholen.

Karin: "In dem Moment stürzt der Hund ins Lokal, stellt sich vor mich hin und bellt mich an wie verrückt."

Da Rocky nicht ins Café darf und sich in der Vergangenheit immer daran gehalten hat, erkennt der Inhaber, dass hier etwas nicht stimmt. Er lässt alles stehen und liegen und rennt sofort in den Garten.

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Karin: "Und dann haben wir gedacht, jetzt ist was passiert. Ich habe alles fallen lassen und bin auch hinterher."

Karin weiß, dass es im Garten einen Teich gibt - glaubt aber, dass es nur eine kleine Pfütze ist.

Karin: "Man konnte von Innen den Garten nicht einsehen. Ich bin also blind hinterher gerannt und habe es nur noch Platschen gehört."

Denn der kleine Armin ist kurz zuvor ins Wasser gefallen.

Armin: "Ich bin zu dem Teichen hin gelaufen. Habe mich dann in die Hocke gesetzt, der Hund war immer um mich rum. Wollte vielleicht spielen, wollte mich warnen, ich weiß es nicht und irgendwie habe ich natürlich das Gleichgewicht verloren und bin dann in den Teich rein."

In totaler Panik springt Karin hinterher und zieht ihren Sohn aus dem Tümpel - doch Armin rührt sich nicht mehr.

Karin: "Der Bauch war total aufgebläht, er war schneeweiß im Gesicht, die Lippen waren blau. Und dann hat einer von den Gästen Mund-zu-Mund-Beatmung gemacht und dann haben wir ihn zur Seite gedreht. Da hat man schon gesehen, dass er Wasser spuckt und dann war er kurz wieder bei Bewusstsein."

Armin lebt - doch er muss sofort ins Krankenhaus. Dort wird er in ein künstliches Koma versetzt. Für Karin bricht eine Welt zusammen.

Karin: "Wenn du dann siehst, dass da der Pfarrer ein und aus geht auf der Kinderintensivstation, das ist einfach ein Alptraum."

Nach drei Tagen bekommt Karin den erlösenden Anruf der Ärzte. Sie wollen Armin aufwachen lassen - wird er jemals wieder ein normales Leben führen können?

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Karin: "Entscheidend, war halt die erste Reaktion von ihm, ob er mich erkennt und wie er reagiert."

Im Krankenzimmer angekommen, geschieht ein kleines Wunder. Armin öffnet seine Augen und er flüstert seiner Mutter etwas ins Ohr.

Karin: "Die erste Reaktion war: 'Mama, ich muss aufs Klo.' Und in dem Momente brichst du in Tränen aus und bist einfach nur froh, dass er dich kennt. Und ja, man kann dieses Gefühl gar nicht beschreiben."

Er hat den Unfall nicht nur überlebt, sondern darf schon nach drei Wochen wieder nach Hause. Davor wird aber noch ein kleiner Umweg gemacht.

Armin: "Nach dem Krankenhausaufenthalt haben wir dann einen großen Knochen gekauft und haben den Hund besucht. Der hat mir natürlich immer noch gekannt und ich ihn auch. Der hat sich auch gefreut und wir haben uns natürlich auch gefreut. Und wenn der Hund nicht gewesen wäre, wäre ich nicht mehr hier."

Karin: "Ich kann das Glücksgefühl gar nicht beschreiben. Wie feinfühlig so ein Tier sein kann, das ist unbeschreiblich. Und ich danke allen, dem lieben Gott und vor allem dem Hund."