DVB-T-Nutzer aufgepasst: Am 29. März erfolgt die Umstellung auf DVB-T2. Das musst du tun, damit du weiterhin fernsehen kannst.

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Die Tage des analogen Kabelfernsehens DVB-T sind endgültig gezählt. Am 29. März erfolgt in den Ballungsräumen wie München die Umstellung auf DVB-T2. TV-Sender strahlen ihr Programm dann nur noch über diesen neuen Sendestandard aus.

Kann ich bald nicht mehr fernsehen?

Die Gute Nachricht: von der Umstellung betroffen sind nur Personen, die per Antenne fernsehen. Nutzer von Satelliten-, Kabel- oder Internet-TV (IPTV) können weiterhin wie gehabt ihren Fernseher nutzen. Wenn du dir nicht sicher bist, worüber du dein TV-Signal empfängst, schaue einfach bei "Das Erste" oder "RTL" auf die Teletextseite 199. Dort erhältst du dann Auskunft darüber.

DVB-T2 wird zunächst in folgenden Ballungsräumen eingeführt: München/Südbayern, Berlin/Potsdam, Bremen/Unterweser, Hamburg/Lübeck, Hannover/Braunschweig, Jena, Kiel, Leipzig/Halle, Magdeburg, Köln/Bonn/Aachen, Düsseldorf/Rhein/Ruhr, Nürnberg, Rhein/Main, Rhein/Neckar, Rostock/Schwerin, Saarbrücken und Stuttgart. In allen anderen Regionen erfolgt die Umstellung bis spätestens zum Jahr 2019. Hier geht's zum Empfangscheck per Postleitzahl.

Ich nutze DVB-T, was muss ich jetzt tun?

Wer bis Ende März seinen Receiver nicht auf den aktuellen Stand gebracht hat, wird ab dann leider buchstäblich in die Röhre schauen. Alte Empfangsgeräte sind leider nicht mit DVB-T2 kompatibel. Um weiterhin fernsehen zu können, musst du dir also ein Gerät besorgen, das den neuen Standard unterstützt.

Fernseher mit integriertem DVB-T können mit einer sogenannten Set-Top-Box aufgerüstet werden. Achte beim Kauf darauf, dass die Set-Top-Box oder der neue Receiver mit einem grünen DVB-T2 HD-Logo versehen sind.

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Muss ich für den TV-Empfang künftig zahlen?

Bislang waren alle über DVB-T ausgestrahlten Sender kostenlos empfangbar. Damit ist nun leider Schluss. Kostenfrei bleiben nur die Kanäle der öffentlich-rechtlichen Sender von ARD und ZDF plus deren Spartensendern wie Phoenix, 3Sat oder Arte - die Kosten hierfür werden mit der Rundfunkgebühr abgedeckt. Die Privatsender wollen künftig das über DVB-T2 ausgestrahlte HD-Signal verschlüsseln und Geld für den Empfang verlangen. Ab voraussichtlich 1. Juli werden Sender wie RTL, ProSieben, Sat.1, RTL II, VOX, kabeleins, Eurosport nur noch über die Plattform Freenet-TV zu sehen sein. Der Empfang kostet dann 69 Euro im Jahr.

Welche Vorteile hat DVB-T2?

Der neue Sendestandard verspricht eine verbesserte Bildqualität. Alle Sendungen werden künftig in HD ausgestrahlt. Mit verrauschten Programmen in SD-Qualität ist damit künftig Schluss.