Aktualisiert: 23.09.2020 - 15:48

Zuletzt erlebte München einen starken Anstieg an Corona-Neuinfektionen, auch der Inzidenz-Grenzwert von 50 wird seit mehreren Tagen überschritten. Mit Blick in den Winter, fragen sich nun viele Münchner ob und wie die Christkindlmärkte stattfinden sollen.

weihnachtsmaerkte

Foto: Pixabay

Corona-Maßnahmen im Winter

In Anbetracht der zuletzt steigenden Infektionszahlen in München warnt Bayerns Regierungschef Söder vor leichtsinnigen Entschlüssen, die zu weiteren unkontrollierbaren Ausbrüchen des Virus führen könnten.

 

Auch in Frankreich, Spanien, Israel oder Österreich macht sich eine bedauerliche Entwicklung bemerkbar. Söder rief deshalb die Bevölkerung auf, weiter diszipliniert und achtsam zu sein. "Natürlich ist das anstrengend. Corona nervt alle. Aber wenn wir jetzt nicht klug und vorsichtig bleiben, gefährden wir alles, was wir bisher erreicht haben."

Weihnachtsmärkte noch nicht vor endgültigem Aus

Obwohl München den Inzidenz-Grenzwert von 50 schon seit mehreren folgenden Tagen überschreitet, steht die Ausführung von Christkindlmärkten im Winter noch nicht ganz außer Frage.

Ganz aktuell verkündeten Söder und der bayrische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei einer Pressekonferenz, dass Veranstaltungen des Kultur- und Gastronomie-Sektors -  wenn möglich - nicht verboten werden. Denn der Erhalt von diesen Wirtschaftszweigen sei oberste Priorität der Politiker.

Weiterhin sei die Ansteckungsgefahr auf professionellen Veranstaltungen laut Söder weitaus geringer, als in den privaten Bereichen. Sollte es das Infektionsgeschehen also  zulassen, so würden die geplanten Christkindlmärkte diesen Winter stattfinden.

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Winter in der Stadt: die Ausdünnung der Marktstände

Natürlich wird es auch hier massive Einschränkungen geben. Für Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner ist die Verwirklichung eines normalen Christkindlmarkts unvorstellbar, unter anderem weil das Ansteckungsrisiko bei den eng aneinander liegenden Ständen viel zu hoch sei.

Jedoch könnte sich Baumgärtner vorstellen, sich ein Beispiel an der Wiesn-Alternative „ Sommer in der Stadt“ zu nehmen und die Weihnachtsstände über die Stadt zu verteilen.

Andere Veranstalter haben sich aufgrund der unklaren Lage schon frühzeitig dazu entschlossen ihre Märkte abzusagen, so zum Beispiel der Flughafen München.

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Weihnachtsmärkte: nur mit weniger Alkohol und Maskenpflicht

Für die konkrete Ausführung der Christkindlmärkte steht Münchens OB Dieter Reiter derzeit im Austausch mit dem bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder und auch die Mitarbeiter der Stadt arbeiten parallel an einem Hygienekonzept.

Es heißt man müsse sich „kluge Konzepte“ überlegen. Im Klartext heißt das: vorgegebene Laufwege, Maskenpflicht und einen starke Reduzierung des Alkoholkonsums werden dieses Jahr ein Muss auf den bayrischen Christkindlmärkten.