Am Mittwoch befasste sich der bayerische Landtag mit dem Sicherheitskonzept für das diesjährige Oktoberfest. Es gibt einige Neuerungen, dennoch soll das Oktoberfest für Lebenslust und Weltoffenheit stehen.

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Das letztjährige Sicherheitskonzept hat sich bewährt

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sagt, dass sich das strengere Sicherheitskonzept von 2016 gelohnt hatte. Auch in diesem Jahr wird wieder der Zaun um die Theresienwiese und Rucksackverbote für Sicherheit sorgen. Neu in diesem Jahr ist die optimierte Videoüberwachung. 33 Überwachungskameras mit besserer Auflösung als im letzten Jahr werden für schnellere Aufklärung von Straftaten führen.

Bodycams für die Polizisten

Wie im letzten Jahr werden auch 2017 wieder rund 600 Polizeibeamte im Einsatz sein. Zum ersten Mal werden nun Beamte mit Bodycams auf dem größten Volksfest der Welt unterwegs sein - ein Test. Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer rechnet dabei nicht unbedingt "mit einer hundertprozentigen Erfolgsstory". Denn durch die Bodycams ließen sich Menschen beeinflussen, "die auch ansprechbar sind". Alkoholisierte Wiesngäste würden sich eventuell auch "durch eine Bodycam nicht eines Besseren besinnen". 

Außerdem bekommen die Beamten einen neuen Messenger-Dienst, mit dem sie ihren Kollegen Fotos und Videos schneller übermitteln können. Auch das soll zu einer rascheren Aufklärung von Straftaten führen. Optimiert werden soll auch die Lenkung der Besucherströme auf dem Festgelände. 

Innenminister Herrmann betonte: "Hundertprozentige Sicherheit kann es nicht geben." Das Oktoberfest stehe dennoch weiter für Lebenslust und Weltoffenheit. 

Das Oktoberfest 2017 findet vom 16. September bis 3. Oktober statt. Der Aufbau hat bereits begonnen. Alle Informationen dazu findest du hier.