Aktualisiert: 19.02.2018 - 10:42

Am Montag wurden in Petershausen, bei Dachau, zwei Frauenleichen entdeckt. Die Kripo hat am Dienstag einen Tatverdächtigen festgenommen. Jetzt wurden neue Details bekannt.

polizei muenchen gruen 770px4

Neue Details zum Täter bekannt

Zwei Frauen sind am Montag, 12. Februar, in Petershausen (Landkreis Dachau) tot in einer Wohnung gefunden worden. Beamte hatten die Leichen am Montagnachmittag entdeckt. Die beiden 40-jährigen Frauen aus Dachau wurden bereits am Samstag von ihren Angehörigen als vermisst gemeldet. 

Bei den Ermittlungen bekam die Polizei den Kontakt eines Mannes in Petershausen. Als die Beamten in der Wohnung des Mannes ankamen, fanden sie die Leichen der beiden vermissten Frauen. Die Spurensicherung in der Wohnung ergab deutliche Hinweise darauf, dass die beiden Frauen ermordet wurden. Dies bestätigte die Obduktion der Frauen am Dienstag: die beiden Opfer wurden wohl erwürgt.

Tatverdächtiger wohl psychisch krank

Der Tatverdacht gegen den 53-Jährigen Wohnungseigentümer erhärtete sich im Lauf der Ermittlungen. Er wurde am Dienstagmittag wegen zweifachen Mordes vorläufig festgenommen und noch heute dem Haftrichter vorgeführt. Jetzt wurden neue Details über den 53-Jährigen bekannt.

Er soll wohl psychisch krank und depressiv gewesen sein. Um seine Depression zu besiegen, besuchte er eine sozialpsychiatrische Tagesstätte der Dachauer Caritas. Klar ist inzwischen, dass sich die Opfer und der mutmaßliche Täter kannten und wohl ein freundschaftliches Verhältnis hatten. 

Tatverdächtiger schweigt

Der Tatverdächtige schweigt bisher zu den Tatvorwürfen. Und auch die Polizei äußert sich bisher nicht zu einem Motiv oder dem Ablauf des Verbrechens. Fest steht allerdings, dass die Wohnung des 53-Jährigen, also der Fundort der Opfer, auch der Tatort war. Außerdem starben die beiden Frauen wohl bereits am Wochenende.