Aktualisiert: 08.03.2019 - 14:23

Wie lange sind Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar? Und was unterscheidet das Verfallsdatum vom Mindesthaltbarkeitsdatum? Wir haben die Antworten auf die wichtigsten Fragen!

Mindesthaltbarkeitsdatum

© Wikimedia Commons / Sir James

Es heißt "mindestens haltbar" bis und nicht "giftig ab"

Millionen Lebensmittel landen täglich im Müll, weil sie das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben. So wirft zum Beispiel in Deutschland jeder Zwanzigste ein Produkt sofort weg, wenn es abgelaufen ist. Nur weil das Haltbarkeitsdatum überschritten wurde, heißt dies aber noch lange nicht, dass die Lebensmittel bereits ungenießbar sind! 

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Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt lediglich an, wie lange ein unverschlossenes Produkt seine spezifischen Eigenschaften, wie die Farbe, den Geruch, den Geschmack sowie die Nährwerte behält. Das Datum wird dabei von den Unternehmen selbst ausgewählt. Da diese sich bezüglich der Unversehrtheit der Produkte besonders gut absichern müssen, bauen die Unternehmen in der Regel einen Puffer ein. Daher kann das Mindesthaltbarkeitsdatum auch nur als ungefährer Richtwert verwendet werden.

Was bedeutet das Verfallsdatum/Verbrauchsdatum?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird in der Regel durch den Hinweis "mindestens haltbar bis" gekennzeichnet. Steht auf Lebensmitteln allerdings "zu verbrauchen bis", ist schon deutlich mehr Vorsicht geboten. Das Verfalls- beziehungsweise Verbrauchsdatum gibt nämlich an, bis wann Produkte noch ohne Bedenken verzerrt werden können. Sollte dieses Datum überschritten sein, sollten die Lebensmittel nicht mehr gegessen werden, da sie gesundheitliche Schäden zur Folge haben können. Meistens ist dies der Fall bei leicht verderblicher Nahrung, wie zum Beispiel Fleisch oder Fisch.

So erkennst du, ob ein Lebensmittel noch genießbar ist

Sollte das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten sein, ist es sinnvoll, deine Sinne einzusetzen und so zu überprüfen, ob die Lebensmittel noch genießbar sind! Sollte ein Produkt einen unangenehmen beziehungsweise schlechten Geruch aufweisen, sollte es weggeschmissen werden. Dies ist vor allem bei Milchprodukten der Fall. Ein weiterer Warnhinweis, der nicht zu übersehen ist, ist Schimmel. Sollte sich bereits Schimmel auf einem Lebensmittel gebildet haben, sollte dieses ganz entsorgt werden. Der Grund dafür ist, dass Schimmelporen nicht immer sichtbar sind und sich schon weiter ausgebreitet haben können, als es scheint.

Eine Besonderheit ist hier allerdings der Schimmelkäse. Sollte sich aber auch hier eine ungewöhnliche zweite, meist rötliche, grünliche oder gräuliche Schimmelschicht gebildet haben, wird es empfohlen, diesen zu entsorgen. 

So lange sind die Lebensmittel nach Ablauf des MHD wirklich haltbar

Milch: rund drei Tage

H-Milch: bis zu acht Wochen

Butter: drei Wochen

Käse: einzelne Scheiben sowie angebrochener Frischkäse sollten innerhalb einer Woche verbraucht werden; ganze Käsestücke hingegen sind mehrere Wochen haltbar

Joghurt und Quark: zehn bis vierzehn Tage

Eier: bis zu zwei Wochen

Brot: mehrere Tage

Mehl, Getreide, Kaffee, Marmelade, Saft, Bier, Wein: mehrere Monate

Diese Lebensmittel sind sogar beinahe unendlich haltbar:

Honig, Nudeln (keine Vollkornnudeln!), weißer Reis, Butterschmalz, Salz, Maisstärke, Zucker, Essig und Konserven.

Tipp: die Webseite mindesthaltbarkeitsdatum.de hilft dir bei vielen Fragen rund um Lebensmittel und ihre Haltbarkeits- beziehungsweise Verbrauchsdaten weiter!