Aktualisiert: 13.04.2021 - 13:00

München ist eine der wenigen Großstädte, die keinen gelben Müllsack hat. Eine Münchner Studentin will das nun ändern.

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Bisher gibt es in München keinen gelben Müllsack

München ist ein Einzelfall, wenn es um den Gelben Sack geht. Den nämlich gibt es bisher nicht in der bayerischen Landeshauptstadt. Die Münchner Physik-Doktorandin Tamara Ehm will das nun ändern - und hat deshalb eine Petition gestartet. Darin fordert sie die Einführung des Gelben Sacks, denn der sei besser für die Umwelt.


Sammlungen in Wertstoffinseln nicht effizient

Das duale System in München sieht vor, dass Plastik, Glas oder Metalle zu Wertstoffinseln gebracht werden müssen - und nicht etwa in einen Gelben Sack gepackt werden. Jedoch sind die Sammlungen in den Wertstoffinseln nicht sonderlich effektiv: Die Wege zu den Wertstoffhöfen sind meist zu lang, sodass viele Münchner ihren Verpackungsmüll lieber über den Hausmüll entsorgen. 

Gelbe Müllsäcke sparen 32.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein

„Bei der Wiederverwertung von Kunststoffen reduzieren sich die CO2-Emissionen massiv. Mit jedem Kilogramm recyceltem Kunststoff können etwa 2,3 Kilogramm CO2 gegenüber der Verbrennung eingespart werden. Rechnet man das auf das Potential von München aus, wären das etwa 32.000 Tonnen CO2 Einsparung pro Jahr“. Laut Ehm könnte die bayerische Landeshauptstadt mithilfe der gelben Müllsäcke die CO2-Emissionen wesentlich reduzieren.

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In anderen Kommunen ist der gelbe Müllsack längst gang und gäbe: „Pro Kopf werden in anderen Städten etwa 30 Kilogramm an Verpackungsmüll gesammelt, in München sind es gerade mal fünf Kilogramm.“ Tamara Ehm  hat die Petition Ende Februar gestartet und will noch zwei Monate lang Stimmen sammeln.