Aktualisiert: 18.02.2021 - 15:36

Behördengänge per App, das geht ab sofort in Bayern.Egal ob es sich um die Kita-Anmeldung, den Antrag für den Führerschein oder um eine Heirat handelt. Anträge und Formulare können gleich über die neue BayernApp ausgefüllt und versendet werden.

Bayernapp

Screenshot: Bayerische Staatregierung

So funktioniert die neue BayernApp

München (dpa/lby) - Die Bürger in Bayern können ab sofort per Smartphone direkt mit vielen Behörden kommunizieren: Über die neue BayernApp lassen sich - allerdings nur, wenn die jeweiligen Kommunen mitmachen - etwa Ausweise beantragen, Bescheinigungen anfordern oder Kita-Anmeldungen vornehmen.

«Egal, ob Sie eine Geburtsurkunde brauchen, Familiengeld beantragen oder Ihren neuen Hund anmelden wollen – das können Sie ab sofort auch ganz bequem von unterwegs über die BayernApp starten», sagte Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) bei der Vorstellung der App am Donnerstag in München.

Mehr als 150 verschiedenen Online-Dienste

Grundsätzlich soll mit der BayernApp vieles technisch möglich sein. Damit wird laut Ministerium Zugang zu staatlichen und kommunalen Verwaltungsleistungen mit Verlinkungen zu mehr als 150 verschiedenen Online-Diensten und rund 6000 staatlichen und kommunalen Behörden geschaffen.

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Die App ermöglicht den Zugriff auf persönliche BayernID-Postfächer für Benachrichtigungen von Behörden. Und Nutzer können Meldungen zu 40 verschiedenen Themenbereichen abonnieren, sie bekommen dann etwa Polizeimeldungen oder neue Schul-Informationen. Auf Wunsch werden diese Meldungen auch als Push-Nachrichten verschickt.

Um überall möglichst einfach einen der zahlreichen, kostenlosen BayernWLAN-Hotspots zu finden, bietet die App eine Karte mit allen Standorten.

BayernApp ab sofort verfügbar

«Mit dem Start der BayernApp machen wir einen Riesensprung vorwärts bei der digitalen Transformation der Verwaltung in Bayern», sagte Gerlach. «Die Menschen sind inzwischen gewohnt, vom Sofa aus per Smartphone einen Pullover zu kaufen oder eine Reise zu buchen. Mit der BayernApp übertragen wir das Prinzip auch auf die Kommunikation mit Hunderten Behörden - bequem, einfach und sicher.» Die neue BayernApp sei die erste dieser Art in Deutschland, betonte sie.

Die neue BayernApp, die auch auf Barrierefreiheit getestet worden sei, ist laut Ministerium ab sofort im Google Play Store sowie im Apple App Store verfügbar.

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Noch nicht alle Städte und Gemeinden in der App vertreten

Die technischen Voraussetzungen sind also nun gegeben. Entscheidend ist aber am Ende, wie viele der gut 2000 Städte und Gemeinden welche Serviceleistungen auch online und dann auch per App anbieten - und da geht es derzeit offenbar noch weit auseinander. Die Kommunen seien hier noch sehr unterschiedlich aufgestellt, räumte Gerlach ein.

Gerlach nannte derartige digitale und mobile Angebote aber eigentlich unverzichtbar - sie seien ein «Must-have» für die bayerische Verwaltung. Der Freistaat gebe auch finanzielle Anreize, damit Städte und Gemeinden sich digitaler aufstellen - ob sie mitmachen oder nicht, müssten aber die Kommunen selber entscheiden, erklärte sie.