Aktualisiert: 30.11.2016 - 10:09

Täglich versuchen hunderte von Menschen in Deutschland ein erfolgreiches Internetunternehmen zu starten. Viele steitern jedoch, weil der Markt für das Produkt schon ausgelastet ist. Hier unsere Tipps.

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Die größten Fehler von Internet-Start-ups

Im Jahr 2015 gab es in Deutschland branchenübergreifend 388.000 Existenzgründungen zum Vollerwerb. Bei einem Großteil davon (89 %) handelt es sich um Neugründungen, der restliche Anteil (11 %) entfällt auf die Übernahme von bereits bestehenden Unternehmen. Die meisten starten ihr Business in der Hauptstadt Berlin, mehr als zwei Drittel aller Gründungen finden im Dienstleistungsbereich statt, knapp ein Drittel der Gründer hat einen Hochschulabschluss. Trotz all der Euphorie, die die meisten Neuunternehmer zu Beginn oft an den Tag legen, schaffen es nur etwa 60 % in den ersten fünf Jahren, den gewünschten Erfolg zu erzielen. Zu den vier häufigsten Gründen, aus denen viele Start-ups scheitern, zählen laut einer Umfrage von CB Insights:

  • Mangelnde Nachfrage: Produkte, die die Gründer überzeugt haben, finden bei Kunden keinen Anklang. Wird kein grundlegendes Problem gelöst, müssen potenzielle Kunden erst durch gutes Marketing überzeugt werden.
  • Nicht genügend Kapital: 29 % aller Start-ups geht der Umfrage nach das Geld aus.
  • Das falsche Team: Wichtig ist, dass sich ein Gründerteam bildet, das bereits eine gemeinsame Vision hat und diese nicht erst noch erarbeiten muss.
  • Zu große Konkurrenz: Wer zum Beispiel Kleidung online verkaufen will, muss mit großer Konkurrenz in fast allen Bereichen rechnen.

Um im Feld der vielen Online-Start-ups erfolgreich zu sein und ein innovatives Produkt auf den Markt zu bringen, wird Gründern eine Menge Kreativität abverlangt. Bereits mit kleinen Tipps und Kniffen wie einer exklusiven Top-Level-Domain, also einer Website mit einer ausgefallenen Endung, kann man dem Erfolg auf die Sprünge helfen. Der Knackpunkt ist und bleibt jedoch eine pfiffige Idee und außerdem die richtige Platzierung am Markt: Handelt es sich um ein lukratives Nischenprodukt oder hat es auch Chancen im größeren Wettbewerb? Wie groß ist die Zielgruppe tatsächlich einzuschätzen, und wie viel Potenzial steckt in ihr? Sind die richtigen Leute bei der Gründung vorhanden? Alles Fragen, die es gewissenhaft zu klären gilt, wenn man als Existenzgründer Erfolg haben will.

Ausgefallene Geschäftsideen aus den Vereinigten Staaten

Inspiration für ausgefallene Geschäftsideen kann man sich auch bei bereits bestehenden Firmengründungen holen. Aus den USA stammen beispielsweise die folgenden innovativen Start-up-Ideen:

  • BeerTAG: Stehen viele Bierflaschen bei einer Party auf dem Tisch, ist es irgendwann schwer zu sagen, wem welche gehört. Damit nicht alle durcheinander trinken und am Ende drei halbvolle Flaschen übrig bleiben, kann man über die Website des amerikanischen Start-ups BeerTAG individuell gestaltete Banderolen bestellen. Diese werden am Hals einer Flasche befestigt und kennzeichnen so den Besitzer.
  • ExoSOLS: Die Fußsohlen schmerzen bei handelsüblichen Einlagen? Auf der Website des Start-ups ExoSOLS kann man sich orthopädische Schuheinlagen passgenau erstellen lassen. Sie werden mit einem 3D-Drucker produziert und nach Hause geliefert.
  • GrubWithus: Der Internetdienst bringt Menschen übers Internet zum Essen an einen realen Tisch. Wer neue Leute kennen lernen möchte und zum Beispiel auf Partnersuche ist, kann sich unter GrubWithus ganz einfach online für organisierte Dinner anmelden.