Aktualisiert: 26.08.2020 - 11:48 | Anzeige

Jeden Tag leisten unsere Füße Beachtliches und sind Höchstbelastungen ausgesetzt. Damit sie dich weiterhin mühelos durch den Tag tragen, solltest du auf diese Dinge achten.

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Von Sport, Barfußlaufen und den richtigen Schuhen

Unsere Füße sind anatomische Wunderwerke. Jeden Tag leisten sie Beachtliches. Daher ist es wichtig, auf deine Fußgesundheit und das richtige Schuhwerk zu achten. Hier erfährst du, wie du deinen Füßen ganz einfach ein bisschen Wellness gönnen kannst.

Insbesondere im Sommer neigen die Füße bei vielen dazu, vermehrt zu schmerzen, anzuschwellen oder an den Sandalenriemchen zu scheuern. Es lohnt sich daher, den Füßen ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Und mit regelmäßigem Schuh-Shopping, Tanzen und Entspannung tust du schließlich nicht nur deinen Füßen etwas Gutes.

Der Fuß: Ein anatomisches Wunder

Aus 26 Knochen besteht der menschliche Fuß: Zahlreiche Muskeln und Bänder verbinden diese Konstruktion und sorgen für optimale Stabilität und Elastizität. Die Belastung liegt dabei überwiegend auf drei Punkten: auf der Ferse sowie auf dem Groß- und dem Kleinzehenballen. Doch das wirklich Beeindruckende ist: Diese drei Punkte können auch harte Landungen abfedern und beim schnellen Laufen sogar das Zwei- bis Dreifache unseres Körpergewichts tragen.

Steckt diese komplexe Konstruktion allerdings regelmäßig in schlecht sitzenden Schuhen oder wird sie ungleichmäßig belastet, dann können sich langfristig Haltungsschäden oder Verformungen bilden. Und ist erstmal ein Schaden oder eine Fehlstellung am Fuß entstanden, dann kann sich das letztendlich sogar auf die Knie- und Hüftgelenke und die Wirbelsäule auswirken, denn Fußfehlstellungen beeinflussen die gesamte Körperstatik.

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Das ideale Schuhwerk für eine langanhaltende Fußgesundheit

Die gute Nachricht für alle, die regelmäßig neue Schuhe kaufen: Etwas Abwechslung beim Schuhwerk wirkt sich meist positiv auf die Fußgesundheit aus. Denn auch deine perfekt sitzenden Lieblingsschuhe solltest du nicht jeden Tag tragen, sondern stattdessen gelegentlich mal zu Sandalen und Halbschuhen wechseln. Das senkt das Risiko für Fehlhaltungen durch eine dauerhaft einseitige Belastung.

Besonders das ständige Tragen von High Heels birgt Risiken: Hohe Absätze belasten überwiegend den Vorfuß. Das kann dazu führen, dass sich die Zehen verschieben und die Sehnen sich verkürzen. Insbesondere Fußfehlstellungen wie der Hallux valgus plagen überwiegend Frauen, da diese häufig in hochhackigem Schuhwerk unterwegs sind. Wer auf Schuhe mit zumindest leichtem Absatz aber nicht verzichten möchte, der sollte bei Pumps und Sandalen darauf achten, Modelle mit gepolstertem Stretchmaterial im vorderen Bereich zu wählen. Entsprechende Schuhe überzeugen längst auch in puncto Design.

Für Menschen, die beruflich viel auf den Beinen sind, lohnt sich meist auch eine Investition in maßgefertigte Einlegesohlen. Sie unterstützen eine gesunde Fußstellung und passen in nahezu jedes Paar Schuhe mit herausnehmbaren Innensohlen.

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Übrigens: Selten sind beide Füße genau gleich groß. Außerdem schwellen die Füße im Laufe des Tages an und brauchen so zum Abend hin etwas mehr Platz als am Morgen. Gerade bei sommerlichen Temperaturen macht sich das bemerkbar. Daher kaufst du am besten am späten Nachmittag Schuhe, damit sie sich später nicht trotz Anprobe als zu eng erweisen.

Training für die Füße

Kräftige und gesunde Füße tun dem ganzen Körper gut. Und mit ein bisschen Gymnastik lassen sie sich einfach trainieren. Am besten klappt das ganz nebenbei im Alltag: Ziehe beim Spazieren auf Wiesen, Waldwegen oder im Sand einfach mal die Schuhe aus. So werden die Fußmuskeln trainiert, während die Fußsohlen eine stimulierende Massage bekommen.

Aber auch in den eigenen vier Wänden lässt sich einiges für die Fuß-Wellness tun: Stehe ab und an mal nur auf einem Bein oder balanciere beim Zähneputzen auf den Zehenspitzen. Gelegentlich einen Gegenstand mit den Zehen vom Boden aufzuheben, ist ebenfalls eine gute Übung.

Ein außerordentlich sinnvolles Training ist Tanzen. Sehnen und Bänder werden infolge der rhythmischen Bewegungen kräftiger durchblutet und können so die Gelenke besser schützen. Außerdem wird die Koordinationsfähigkeit gefördert und die Funktion der Muskelzellen verbessert. Verspannungen lösen sich und treten seltener auf. Ein weiterer Pluspunkt: Durch die Bewegungen und das Tanztempo steigt die Serotoninproduktion - und das macht glücklich. Ein sommerlicher Tanzkurs nützt also nicht nur den Füßen!